Huffpost Germany

AfD-Chef Meuthen will "staatlich erzwungene" private Renten-Vorsorge

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MEUTHEN
AfD-Chef Jörg Meuthen plädiert für eine "staatlich erzwungene" private Renten-Vorsorge | dpa
Drucken
  • AfD-Chef Jörg Meuthen will eine "staatliche erzwungene private Renten-Vorsorge"
  • Das Thema Rentenreform sei ein mögliches Wahlkampfthema für die Rechtspopulisten
  • Meuthen sieht trotz Auseinandersetzungen Frauke Petry weiterhin als AfD-Spitzenkandidatin

Jörg Meuthen, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Stuttgarter Landtag plädiert bei seiner Partei dafür, beim anstehenden Bundestagswahlkampf statt Nationalismus einen "Systemwechsel in der Rentenversicherung" zum Thema zu machen. Er persönlich sei für eine Abkehr von der gesetzlichen Rentenversicherung hin zu einer "staatlich erzwungenen privaten Vorsorge".

"Nationalismus hat für mich immer etwas zu tun mit der Abwertung des Anderen - das halte ich für grundfalsch, das darf es nicht sein", sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen der Deutschen Presse-Agentur. Seine Partei wolle zudem flexibel und kurzfristig reagieren.

"Die Themen für den Bundestagswahlkampf können wir jetzt noch nicht abschließend benennen. Wenn es zum Beispiel im Juni, Gott bewahre, einen Terroranschlag geben sollte, müssten wir selbstverständlich auch darauf reagieren", sagte Meuthen, der selbst nicht für den Bundestag kandidieren will.

Meuthen leugnet nicht: "Die eine oder andere Äußerung verlässt den bürgerlichen Kontext"

Meuthen betonte, die AfD sei auch nach der Abspaltung des Flügels um Bernd Lucke 2015 noch eine bürgerliche Partei. "Dass wir da die eine oder andere Äußerung haben, die auch den bürgerlichen Kontext verlässt, will ich ja gar nicht in Abrede stellen", sagte er. Das sei aber nicht repräsentativ.

Die zweite AfD-Vorsitzende Frauke Petry hatte sich im September für eine Rehabilitierung des Begriffs "völkisch" ausgesprochen. Dies war unter anderem bei Kirchenvertretern auf scharfe Kritik gestoßen. Zwischen ihm und Petry habe es zwischenzeitlich ordentlich "gekracht", räumte Meuthen ein.

Inzwischen sei ihr Arbeitsverhältnis aber "pragmatisch".

HuffPost-Tarif

Europa-Flat, Daten-Flat: Einer der günstigsten Handy-Tarife auf dem Markt

Mit der Spar-Aktion der Huffington Post in Zusammenarbeit mit Chip und Tarifhaus bucht ihr einen Smartphone-Tarif, der preislich kaum zu schlagen ist und eine Vielzahl an Vorteilen bietet.
Mehr Infos findet ihr hier.

Video: Erfolgreich und merkwürdig: Die fünf skurrilsten Thesen der AfD-Politiker

Meuthen und Petry uneins - auch beim Thema Trump

Er gehe davon aus, dass Petry im Frühjahr als Spitzenkandidatin für den Bundestag nominiert werde. Möglicherweise werde die AfD aber auch mit einem Spitzenteam von zwei, drei oder vier Kandidaten antreten.

Auch bei der Einschätzung des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump liegen Meuthen und Petry auseinander. Petry hatte im April erklärt, Trump stehe für einen "neuen Stil" und sei eine "erfrischend andere Erscheinung".

Meuthen erklärte dagegen, die Republikaner wären gut beraten gewesen, einen anderen Kandidaten als Trump zu wählen. Ihn störe an Trump auch dessen "Neureichen-Habitus".

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Eine ebenso simple wie geniale Idee steckt hinter dem Projekt World Bicycle Relief. Diese nämlich lautet: "Fahrrad = Mobilität = Bildung". So einfach kann Hilfe tatsächlich sein.

World Bicycle Relief stellt Menschen in Entwicklungsländern Fahrräder zur Verfügung, damit sie ihr Leben aus eigener Kraft verändern können. Denn in ländlichen Regionen Afrikas bedeutet ein Fahrrad ein großes Maß an Lebensqualität: Es verkürzt die Transportwege und erleichtert seinem Besitzer den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Mit über 200.000 Fahrrädern, die in Afrika montiert werden, und 1000 ausgebildeten Mechanikern hilft WorldBicycleRelief vor Ort dabei, Armut zu bekämpfen und fördert Bildung und die wirtschaftliche Entwicklung in Gegenden, die sonst von der Infrastruktur abgeschnitten wären.

Unterstütze sie jetzt bei dieser Arbeit und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(cho)