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"Wilhelm-Raabe-Literaturpreis" für Heinz Strunk und seinen Roman "Der goldene Handschuh"

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Von links: Oberbürgermeister Ulrich Markurth (Stadt Braunschweig), Heinz Strunk (Wilhelm Raabe-Literaturpreisträger), Dr. Willi Steul (Intendant Deutschlandradio)

Heinz Strunk (54) hat den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis erhalten. Die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk gestiftet. Der Preis wurde Strunk für seinen Roman "Der goldene Handschuh" (Rowohlt) verliehen. Im Braunschweiger Staatstheater wurde der Preis am heutigen Sonntag überreicht. Das Buch sei "ein in jeder Hinsicht unwahrscheinlicher Roman", lautet die Begründung der Jury. "Er nutzt die gut recherchierte Geschichte des Hamburger Frauenmörders Fritz Honka für eine intime Begegnung mit den sozial Ausgeschlossenen der deutschen Nachkriegsgesellschaft, die ihrerseits eingeschlossen sind im dumpfen Raum ihrer Begierden, Räusche und Aggressionen."

Strunk schildere "mit diskreter Empathie ein Leben zwischen Abfall, Gewalt und Dauersuff. Ein Kunststück der erzählerischen Verwandlung, eine virtuose Stimmenimitation, eine Gratwanderung am ekelbesetzten Rand der kommunizierbaren Lebenswelt", heißt es weiter. Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis wird jährlich vergeben und würdigt einen aktuellen, zeitgenössischen Roman. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Rainald Goetz, Jochen Missfeldt, Ralf Rothmann, Wolf Haas, Katja Lange-Müller, Andreas Maier, Sibylle Lewitscharoff, Christian Kracht, Marion Poschmann, Thomas Hettche und Clemens J. Setz.

"Der goldene Handschuh" von Heinz Strunk finden Sie hier