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Flaschenwurf im Zug: Leipziger Hooligans attackieren Sachsens Grünen-Chef

Veröffentlicht: Aktualisiert:
KASEK
Jürgen Kasek | dpa
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  • Fußball-Hooligans haben den Chef der sächsischen Grünen, Jürgen Kasek, am Sonntag im Zug angegriffen
  • Wie Kasek mitteilte, kämen die Angreifer zum Umfeld des 1. FC Lokomotive Leipzig

Sachsens Grünen-Chef Jürgen Kasek engagiert sich gegen Rechtsextremismus. So setzte er sich gegen den Leipziger Ableger der Pegida-Bewegung ein. Das passt nicht jedem.

Am Sonntag attackierten Hooligans des Fußballclubs Lokomotive Leipzig den Grünen-Politiker. Die aktive Fanszene des Viertlegisten gilt als gewaltbereit und dem rechtsextremem Spektrum offen.

Der Kasek war zusammen mit drei Begleitern auf dem Rückweg vom Urwahl-Forum der Grünen in Erfurt, als er in einem Zug in Naumburg angegriffen wurde. Dabei wurde Kasek von einer Plastik-Flasche am Kopf getroffen.

Der Regionalzug sei voll mit ihm zum Teil bekannten Leipziger Hooligans gewesen. Als er einstieg, sei Kasek sofort erkannt worden und es sei ein Tumult losgebrochen. Bundespolizisten hätten das Grünen-Quartett schließlich des Zuges verwiesen.

"Ich glaube, es ging ihnen primär darum, die Situation aufzulösen", sagte Kasek. Er twitterte, dass die Polizisten "eher überfordert" und sich ihm und seinen Begleitern gegenüber "eher aggressiv" verhalten hätten.

Von der Bundespolizei hieß es nach Medienberichten, man müsse den Sachverhalt prüfen und bewerten.

Kasek gehe es soweit gut, er werde aber doch vorsichtshalber zu einem Arzt gehen. Er werde bei der Staatsanwaltschaft Leipzig Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung erstatten, das kündigte Kasek am Montagmorgen an.

Zugleich bedankte er sich auf Twitter für die ihm entgegengebrachte Solidarität und ergänzte diese um einen Appell: "Lasst uns gemeinsam diesen Hass und Gewalt zurückweisen und Menschenrechte und Demokratie verteidigen."

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(lk)