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Edward Snowden verrät ein Detail über Clintons E-Mails, das dem FBI nicht gefallen wird

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EDWARD SNOWDEN
Edward Snowden verrät ein Detail über Clintons Emails, das dem FBI nicht gefallen wird | Brendan McDermid / Reuters
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Die Verschwörungstheorien ließen nicht lange auf sich warten. Am Sonntag gab FBI-Chef James Comey bekannt, dass gegen Hillary Clinton wegen der zuletzt geleakten E-Mails keine Anklage erhoben wird.

Das passte den Anhängern des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump gar nicht in den Kram. Und sie entwickelten bizarre Theorien darüber, wie das FBI versuche, Clinton zu decken.

Wie könne das FBI so schnell die Tausenden E-Mails durchsuchen und wissen, dass darin nichts Brisantes stünde, fragten User auf Twitter.

Und niemand Geringeres als Edward Snowden, Amerikas bekanntester Whisteblower, hatte die passende Antwort parat.

Einer der Verschwörungstheoretiker ist Michel T. Flynn, ein US-General und ehemaliger Direktor des militärischen Nachrichtendienstes (DIA). Auf Twitter rechnete er vor:

"Unmöglich! 8 Tage haben 691,200 Sekunden. Direktor Comey hat 650.000 E-Mails in acht Tagen durchgesehen? Eine E-Mail pro Sekunde? Unmöglich!“

Und weiter: "Es dauerte ein Jahr, um 60.000 Mails zu lesen und dann nur acht Tage für 650.000 Mails. Intelligente Maschinen oder nicht? Da stimmt etwas nicht.“

Da scheinen wohl nicht wenige Menschen zu glauben, dass tatsächlich ein Agent alle E-Mails durchliest, die auf dem Laptop des ehemaligen Kongressmannes Anthony Weiner gefunden wurden.

Edward Snowden erklärt, wie schnell das FBI wirklich E-Mails lesen kann

Wie sich herausstellt, sind diese "Maschinen“ noch viel intelligenter als Flynn denkt. Denn: Aus Berichten geht hervor, dass die meisten E-Mails lediglich Duplikate jener Nachrichten waren, die vom FBI bereits untersucht wurden.

NSA-Whisteblower Edward Snowden ist der Meinung, dass das FBI innerhalb weniger Stunden herausfinden kann, ob die E-Mails neu sind – und was darin steht.

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Jeff Jarvis, Professor für Journalismus in New York, fragte Snowden auf Twitter, wie lange das FBI brauche, um die Nachrichten zu scannen. Und Snowden erklärte daraufhin, wie genau das FBI die E-Mails sortiert. Er benutzt dabei eine Sprache, die für Nicht-Informatiker nur schwer nachvollziehbar ist.

Doch die wichtige Botschaft kommt am Ende: "Alte Laptops brauchen dafür wenige Minuten, maximal wenige Stunden.”

Wenn Snowden recht hat, nimmt das nicht nur den Trump-Anhängern den Wind aus den Segeln. Es belastet auch das FBI schwer.

Denn: Wenn man die E-Mails so schnell durchsuchen kann, warum wartete FBI-Direktor Comey ganze acht Tage, um klarzustellen, dass hinter den angeblich neuen E-Mails nichts Brisantes steckt?

Am 28. Oktober hatte Comey bekannt gegeben, dass die Nachrichten, die auf Anthony Weiners Laptop gefunden wurden, mit Hillary Clintons E-Mail-Affäre zu tun haben könnten.

Doch schon damals gingen Vertreter der Strafverfolgungsbehörde davon aus, dass es dich dabei wohl nur um Kopien der bereits bekannt gewordenen E-Mails gehandelt habe.

Dennoch dauerte es bis kurz vor der Wahl bis sich das FBI dazu hinreißen ließ, Clinton zu entlasten.

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(lk)