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Iran: USA hat die Wahl zwischen "schlecht und schlechter" (News-Blog)

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HASSAN ROUHANI
Irans Präsident Hassan Rouhani: US-Wahl zwischen "schlecht und schlechter" | Faisal Mahmood / Reuters
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  • Kurz vor der Wahl entlastet das FBI in der E-Mail-Affäre Clinton
  • Trump als Präsident? Euro steigt nach Umfrageergebnissen, Peso sinkt
  • Im News-Blog erfahrt ihr die Nachrichten rund um die US-Wahl

Überraschende Wendung im Wahlkampfendspurt: Das FBI hat Hillary Clinton in ihrer E-Mail-Affäre entlastet.

Eine Prüfung neu entdeckter Nachrichten gebe keinen Anlass für ein Strafverfahren gegen die Präsidentschaftskandidatin, teilte FBI-Direktor James Comey in einem Brief an den US-Kongress mit. Clintons Lager zeigte sich erleichtert.

Die aktuellen Entwicklungen zu den US-Wahlen könnt ihr in dem HuffPost-News-Blog nachlesen:

18.40 Uhr: Iran: "Wen die Amerikaner wählen, ist ihre Sache"

Der Iran sieht sich vom Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA nicht betroffen. "Wen die Amerikaner wählen, ist ihre Sache, nicht unsere", sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Montag. Am Status der bilateralen Beziehungen werde sich nichts ändern, egal ob Hillary Clinton oder Donald Trump gewinnen sollte. So wurde er von der Nachrichtenagentur Mehr zitiert.

Präsident Hassan Ruhani hatte die US-Wahl als eine Entscheidung zwischen "schlecht und schlechter" bezeichnet.

Der Iran und die USA haben seit fast 37 Jahren keine diplomatischen Beziehungen. Wegen der Atomverhandlungen kam es jedoch nach Ruhanis Amtsantritt in August 2013 zu mehreren direkten Gesprächen der beiden Außenminister, John Kerry und Mohammed Dschawad Sarif.

18.04 Uhr: Diese unabhängigen Kandidaten haben sich einen Namen gemacht

Die USA haben die Wahl - Donald Trump oder Hillary Clinton. Doch neben den beiden Kandidaten der großen Parteien bewerben und bewarben sich Tausende weitere Kandidaten - mehr oder weniger ernsthaft - für das höchste Amt im Staat.

Mit Gary Johnson, einem ehemaligen Republikanischen Gouverneur von New Mexico, der für die Libertarian Party antritt, und Jill Stein von den Grünen haben sich in diesem Wahlkampf besonders zwei Leute einen Namen gemacht. Beide könnten im Extremfall einem der beiden Kandidaten so viele Stimmen kosten, dass es in einem wichtigen Staat zur Wende kommt.

In Utah macht noch Evan McMullin Furore. Der ehemalige CIA-Agent und Investmentbanker tritt als konservative Alternative zu Trump an - weil letzterer moralische Hürden reiße. Sollte McMullin tatsächlich in Utah gewinnen, wäre es das erste Mal seit 1968, dass ein US-Staat nicht für einen Demokraten oder Republikaner gestimmt hat.

17.06 Uhr: So werben die Stars für ihre Kandidaten

Stars wie Robert De Niro haben bei der Verleihung der Hollywood Film Awards für die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton geworben. "Wir sind zwei Tage von einer furchteinflößenden Wahl entfernt", sagte Schauspieler De Niro bei der Gala in der Nacht zum Montag in Los Angeles US-Medien zufolge. "Lasst es mich klar sagen: Wir haben die Möglichkeit eine Komödie davor zu bewahren, eine Tragödie zu werden. Stimmt am Dienstag für Hillary!"

Neben De Niro wurden bei der Veranstaltung unter anderem Leonardo DiCaprio, Tom Hanks, Eddie Murphy, Natalie Portman, Nicole Kidman und Justin Timberlake ausgezeichnet. Die nicht im Fernsehen übertragenen Hollywood Film Awards sind häufig starbesetzt und gelten als inoffizieller Auftakt der Filmpreissaison in den USA, werden wegen der undurchsichtigen Auswahlkriterien für die Gewinner aber auch immer wieder kritisiert.

Mehr zum Thema: 5 Gründe, warum Donald Trump die Wahl gewinnen wird

16.20 Uhr: Der italienische Ministerpräsident Renzi nennt seinen Wunschkandidaten

renzi

Kurz vor der US-Wahl hat der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi indirekt seine Unterstützung für die Demokratin Hillary Clinton kundgetan. "Es sind entscheidende Stunden für die Vereinigten Staaten und deshalb für die Welt", erklärte der sozialdemokratische Premier am Montag auf seiner Facebook-Seite.

"In einigen Stunden kennen wir den Namen des 45. amerikanischen Präsidenten und es ist offensichtlich, dass diese Wahl die Welt in den kommenden vier Jahren sehr stark beeinflusst. Wir ... hoffen, dass sie weiblich ist."

Mehr zum Thema: US-Wahl im Zeitplan: Deshalb dauert die Präsidentschaftswahl so lang

14.29 Uhr: Die "New York Times" macht ihren Lesern ein Wahl-Geschenk

Leser können die US-Zeitung "New York Times" anlässlich der US-Präsidentenwahl diese Woche für drei Tage unbeschränkt kostenlos online nutzen. Vom 7. bis 9. November stünden die digitalen Plattformen ohne Paywall zur Verfügung, schrieb Chefredakteur Dean Baquet am Sonntag in einer E-Mail.

Wahlen gehörten zu den wichtigsten Vorgängen in einer Demokratie. "Wir glauben, dass jeder, ohne Ausnahme, ein tieferes Verständnis der Kandidaten, der Fragen und Ergebnisse dieser bisher einmaligen Wahl verdient (...)."

Mehr zum Thema: "Der Schaden ist bereits angerichtet": So kommentieren die Medien Clintons Entlastung

11.32 Uhr: Trump als Präsident? So reagieren die Währungskurse auf die Umfragen

donald trump

Laut einer Umfrage steigende Wahlchancen für US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump haben den Euro-Kurs im Verhältnis zum Dollar am Dienstag nach oben getrieben. Die Gemeinschaftswährung stieg am Nachmittag auf 1,1045 US-Dollar. Im frühen Handel hatte der Euro zeitweise nur 1,0960 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1025 (Montag: 1,0946) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9070 (0,9136) Euro.

"Steigende Wahlchancen für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump haben den US-Dollar zu allen Währungen unter Druck gebracht", sagte Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank.

Besonders deutlich litt jedoch der mexikanische Peso unter den gestiegenen Wahlchancen von Trump. Er geriet zu allen Währungen deutlich unter Druck. Bei einem Wahlsieg hat Trump mit der Aufkündigung des nordamerikanischen Handelsabkommens Nafta und dem Bau einer Mauer zu Mexiko gedroht. Der Peso reagiert besonders deutlich auf solche Themen und wird daher von Analysten als "Trump-o-meter" bezeichnet.

11.01 Uhr: Entertainerin Gayle Tufts: "Ja, wir spinnen!"

Einen Tag vor der US-Präsidentschaftswahl ist die US-amerikanische Entertainerin Gayle Tufts nervös: "Ich fühle mich ein bisschen wie eine schwangere Frau, die drei Wochen überfällig ist und das Baby muss jetzt endlich rauskommen", sagte sie der dpa.

Witze über den Wahlausgang blieben ihr im Halse stecken, sagte die 56-Jährige: "Meine deutschen Freunde und Kollegen fragen mich: "Spinnt ihr alle in Amerika?" Und mittlerweile muss ich betonen: Ja, wir spinnen!"

Tufts setzt auf einen Sieg der Demokratin Hillary Clinton. Sie stammt aus dem US-Bundesstaat Massachusetts und lebt seit langem in Berlin.

8.56 Uhr: Barack Obama reagiert auf Donald Trumps Twitter-Verbot

US-Präsident Barack Obama hat sich bei einer Wahlkampfveranstaltung der demokratischen Partei in Florida über Donald Trump amüsiert.

"Sie hatten so wenig Vertrauen in seine Selbstbeherrschung, dass sie gesagt haben: Wir nehmen dir jetzt einfach Twitter weg" erzählte Obama dem lachenden Publikum.

➨ Die vollständige Reaktion Obamas zum Twitter-Verbot gibt es hier zum Nachlesen.

05.19 Uhr: Trump: Clinton wird von "manipuliertem System" geschützt

Donald Trump kritisiert die Entscheidung des FBI, kein Strafverfahren gegen Clinton einzuleiten. Er fragte bei einem Auftritt in Minnesota, wie das FBI in der Kürze der Zeit die fraglichen E-Mails habe überprüfen können.

Clinton werde von einem "manipulierten System" geschützt. "Hillary Clinton ist schuldig. Sie weiß es, das FBI weiß es, die Leute wissen es", erklärte er. "Nun ist es am amerikanischen Volk, am 8. November an der Wahlrune für Gerechtigkeit zu sorgen."

Sonntag, 6. November: 20.28 Uhr: Donald Trump macht beunruhigende Äußerung zum Thema Klimaschutz

Zum Thema Klimaschutz hörte man von Kandidat Donald Trump bisher wenig Konkretes. Klar war aber: Er hält den Klimawandel im Prinzip für Schwachsinn.

Bei der "Michigan Rally" sagte er nun vor wenigen Tagen, er wolle hohe Summen, welche an die UN und den Klimaschutz gehen, streichen, und stattdessen in die amerikanische Infrastruktur stecken.

Insgesamt soll es um etwa 100 Milliarden Dollar gehen, die Trump kürzen will.

Hier geht's zum (englischen) Original-Artikel mit Trumps Aussagen zum Klimaschutz.

19.20 Uhr: Kalifornischer Pfarrer bezeichnet Clinton-Wahl als "Todsünde"

Bereits im Oktober schrieb der Bischof von San Diego (Kalifornien) in einem offenen Brief wer Clinton wähle, begehe "eine Todsünde" und würde zur Hölle fahren.

Als Reaktion darauf forderten nun gleich zwei Kirchen-Gemeinden aus dem demokratisch geprägten Kalifornien, die Enthebung jenes Bischofs aus seinem Amt. Zudem wird der Pfarrer mit dem Tode bedroht.

19.01 Uhr: Hillary Clinton führt in mehr Umfragen als seinerzeit Obama

In den zwei Monaten vor der Präsidentschaftswahl lag Kandidatin Hillary Clinton in 93 Prozent der Umfragen vorne. Das berichtet die amerikanische Huffington Post. Kandidat Trump entschied nur etwa 3 Prozent der Umfragen für sich.

Barack Obama hatte im Jahr 2008 im selben Zeitraum 83 Prozent der Umfragen im Wahlkampf gegen John McCain für sich entschieden. 2012 waren es sogar nur 62 Prozent gegen Republikaner Mitt Romney.

Weitere Nachrichten vom US-Wahlkampf findet ihr hier.

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