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Clinton will nach Wahlsieg mit Trump sprechen (News-Blog)

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CLINTON
U.S. Democratic presidential nominee Hillary Clinton greets audience members at a campaign rally at Grand Valley State University in Allendale, Michigan, U.S. November 7, 2016, the final day of campaigning before the election. REUTERS/Brian Snyder | AP/Andrew Harnik
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  • Der Tag der Entscheidung ist angebrochen
  • Die letzten Umfragen sehen Clinton vorne - aber letztlich werden wenige Bundesstaaten die Wahl entscheiden

Der große Tag beginnt - heute wird der nächste US-Präsident gewählt. Die Stimmabgabe beginnt um 18:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit im Dorf Dixville Notch im Bundesstaat New Hampshire. Die ersten Prognosen werden um 0:00 Uhr erwartet. Um 6:00 Uhr morgen früh werden Wahllokale in Alaska schließen - damit ist die US-Wahl beendet.

Umfragen am Montag zeigten Clinton landesweit vorne. Entscheidend ist am Ende nicht die absolute Stimmenzahl, sondern die Zahl der Wahlmänner. Die Mehrheit liegt bei 270. Clinton habe 203 sicher, Trump 164, und 171 seien noch nicht zuzuordnen, errechnete RealClearPolitics am Montag.

Die aktuellen Entwicklungen zu den US-Wahlen könnt ihr in dem HuffPost-News-Blog nachlesen:

08:03: "Times": Trump-Sieg wäre kein Weltuntergang

Die renommierte Londoner "Times" spielt am Dienstagmorgen die Folgen eines möglichen Trump-Wahlsieges herunter. Das Blatt kommentiert: "Sollte Donald Trump gewinnen, wird der Himmel nicht einstürzen."

Na dann...

So sieht übrigens die Titelseite der "Times" heute aus:

07:56: Clinton holt ersten Sieg in Mini-Ort

Die erste Entscheidung der US-Präsidentenwahl ist gefallen: Die Demokratin Hillary Clinton hat die Abstimmung in Dixville Notch mit vier zu zwei Stimmen gegen ihren republikanischen Herausforderer Donald Trump gewonnen.

In dem Örtchen im Bundesstaat New Hampshire öffnet seit 1960 das Wahllokal bereits um Mitternacht am Wahltag. In dem Skiort nahe der kanadischen Grenze gibt es nur acht Wahlberechtigte, so dass gleich nach der Stimmabgabe ausgezählt wird.

00:59: Obama: "Trumps Benehmen in den USA nicht akzeptabel"

US-Präsident Barack Obama hat auf seinem vorletzten Wahlkampfauftritt für Hillary Clinton das Benehmen von deren Rivalen Donald Trump kritisiert. Trumps Verhalten möge in anderen Ländern akzeptabel sein - aber nicht in den Vereinigten Staaten, erklärte Obama am Montagabend auf einer Kundgebung in Durham im Staat New Hampshire.

In spöttischem Ton verwies er dazu auf Drohungen Trumps, er werde Clinton im Falle eines Wahlsiegs ins Gefängnis werfen lassen. "Vielleicht denkt Putin, dass das okay ist. Ich glaube das nicht" sagte Obama. Damit spielte er auf Vorwürfe der Demokraten an, Trump verfolge einen Kuschelkurs mit dem russischen Präsidenten. Clinton "weiß tatsächlich, was in der Welt vor sich geht", sagte Obama weiter.

00:45: Clinton will mit Trump telefonieren

Hillary Clinton will Donald Trump im Falle ihres Wahlsieges anrufen. In einem Radiointerview mit Ryan Seacrest sagte sie, dass sie hofft, dass Trump eine "konstruktive Rolle" dabei spielen werde, das Land wieder zusammenzubringen. Clinton sagte, sie wolle bei einem Sieg einen "nationale Konversation" mit den Anhängern Trumps führen.

23:01: US-Astronaut Kimbrough hat im All gewählt

Der derzeit einzige US-Astronaut an Bord der Internationalen Raumstation ISS hat in der Präsidentschaftswahl aus dem All gewählt. Shane Kimbrough habe seine Stimme in den vergangenen Tagen elektronisch abgegeben, teilte die Raumfahrtbehörde Nasa am Montag mit.

Dank eines entsprechenden Gesetzes aus Texas von 1997 können Astronauten, die ihren Wohnsitz in dem Südstaat haben, ihre Stimme elektronisch aus dem All abgeben. Fast alle US-Astronauten verlegen ihren Wohnsitz nach Texas, weil sie dort am Johnson Space Center für den Einsatz im Weltall ausgebildet werden.

Kimbrough ist derzeit mit den Russen Sergej Ryschikow und Andrej Borissenko an Bord der ISS. Ende kommender Woche sollen eine US-Amerikanerin, ein Russe und ein Franzose zu ihnen stoßen.

22:00: Feuerwerk für Clinton-Sieg abgesagt

Ein schlechtes Omen für Hillary Clinton? Ein für den möglichen Sieg der Demokratin bei der US-Präsidentschaftswahl geplantes Feuerwerk ist Medienberichten zufolge abgesagt worden. Gründe für die Absage des von der Stadt genehmigten Feuerwerks über dem Hudson River seien nicht genannt worden, berichtete der TV-Sender NBC unter Berufung auf einen Behördenmitarbeiter am Montag.

Clinton will die Verkündung der Wahlergebnisse am Dienstagabend im Javits-Kongresszentrum in Manhattan abhalten, ihr Konkurrent Donald Trump plant eine vergleichbare Veranstaltung in einem nahegelegenen Hotel.

21:00: Clinton in letzten Umfragen vorne

Das Portal RealClearPolitics, das seit Monaten einen Querschnitt aller Umfragen erhebt, sah die 69-Jährige mit zwei Punkten in Front. Letztendlich kommt es aber auf eine Reihe von besonders umkämpften Staaten an, darunter Florida, Pennsylvania und New Hampshire. In einigen wenigen Staaten hatte sich das Gewicht zuletzt etwas zugunsten von Trump verschoben.

Bei der letzten Erhebung des Senders NBC News und des "Wall Street Journal" kam de Demokratin auf 44 Prozent – vier Prozentpunkte vor Trump. Eine Umfrage von ABC News und "Washington Post" gab Clinton sogar einen Vorsprung von fünf Prozentpunkten.

18.40 Uhr: Iran: "Wen die Amerikaner wählen, ist ihre Sache"

Der Iran sieht sich vom Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA nicht betroffen. "Wen die Amerikaner wählen, ist ihre Sache, nicht unsere", sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Montag. Am Status der bilateralen Beziehungen werde sich nichts ändern, egal ob Hillary Clinton oder Donald Trump gewinnen sollte. So wurde er von der Nachrichtenagentur Mehr zitiert.

Präsident Hassan Ruhani hatte die US-Wahl als eine Entscheidung zwischen "schlecht und schlechter" bezeichnet.

Der Iran und die USA haben seit fast 37 Jahren keine diplomatischen Beziehungen. Wegen der Atomverhandlungen kam es jedoch nach Ruhanis Amtsantritt in August 2013 zu mehreren direkten Gesprächen der beiden Außenminister, John Kerry und Mohammed Dschawad Sarif.

18.04 Uhr: Diese unabhängigen Kandidaten haben sich einen Namen gemacht

Die USA haben die Wahl - Donald Trump oder Hillary Clinton. Doch neben den beiden Kandidaten der großen Parteien bewerben und bewarben sich Tausende weitere Kandidaten - mehr oder weniger ernsthaft - für das höchste Amt im Staat.

Mehr zum Thema: 5 Gründe, warum Donald Trump die Wahl gewinnen wird

Mit Gary Johnson, einem ehemaligen Republikanischen Gouverneur von New Mexico, der für die Libertarian Party antritt, und Jill Stein von den Grünen haben sich in diesem Wahlkampf besonders zwei Leute einen Namen gemacht. Beide könnten im Extremfall einem der beiden Kandidaten so viele Stimmen kosten, dass es in einem wichtigen Staat zur Wende kommt.

In Utah macht noch Evan McMullin Furore. Der ehemalige CIA-Agent und Investmentbanker tritt als konservative Alternative zu Trump an - weil letzterer moralische Hürden reiße. Sollte McMullin tatsächlich in Utah gewinnen, wäre es das erste Mal seit 1968, dass ein US-Staat nicht für einen Demokraten oder Republikaner gestimmt hat.

17.06 Uhr: So werben die Stars für ihre Kandidaten

Stars wie Robert De Niro haben bei der Verleihung der Hollywood Film Awards für die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton geworben. "Wir sind zwei Tage von einer furchteinflößenden Wahl entfernt", sagte Schauspieler De Niro bei der Gala in der Nacht zum Montag in Los Angeles US-Medien zufolge. "Lasst es mich klar sagen: Wir haben die Möglichkeit eine Komödie davor zu bewahren, eine Tragödie zu werden. Stimmt am Dienstag für Hillary!"

Neben De Niro wurden bei der Veranstaltung unter anderem Leonardo DiCaprio, Tom Hanks, Eddie Murphy, Natalie Portman, Nicole Kidman und Justin Timberlake ausgezeichnet. Die nicht im Fernsehen übertragenen Hollywood Film Awards sind häufig starbesetzt und gelten als inoffizieller Auftakt der Filmpreissaison in den USA, werden wegen der undurchsichtigen Auswahlkriterien für die Gewinner aber auch immer wieder kritisiert.

Weitere Nachrichten vom US-Wahlkampf findet ihr hier.

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