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Seehofer: "Auch ein Präsident Donald Trump wäre in München willkommen"

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HORST SEEHOFER
Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) auf dem CSU-Parteitag | Michaela Rehle / Reuters
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  • CSU-Chef Seehofer hat sich dafür stark gemacht, Donald Trump im Falle seines Wahlsieges zu akzeptieren
  • Er würde ihn in Bayern herzlich willkommen heißen, sagte Seehofer
  • CDU-Außenpolitiker Röttgen geht im Falle eines Wahlsieges Trumps davon aus, dass sich das deutsche Verhältnis zu den USA verschlechtere

Zwei Tage vor der US-Präsidentschaftswahl hat der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer vor überzogener Kritik aus Deutschland an Donald Trump gewarnt.

"Wenn das amerikanische Volk sich in einer demokratischen Abstimmung für eine Person entscheidet, haben das Demokraten in Deutschland und Bayern zu akzeptieren", sagte Seehofer der Zeitung "Bild am Sonntag".

Wir dürften uns in Deutschland nicht als Oberlehrer der ganzen Welt fühlen, sagte der CSU-Vorsitzender. Nur das amerikanische Volk wähle den Präsidenten.

Präsident Trump wäre herzlich willkommen

Im Falle eines Sieges des republikanischen Bewerbers Trump würde Seehofer ihn in Bayern herzlich willkommen heißen. "Wir würden ihn wie jeden gewählten amerikanischen Präsidenten gern als Gast in Bayern begrüßen", sagte der bayrische Regierungspräsident.

Auch die Rivalin Trumps, Hillary Clinton, würde Seehofer herzlich empfangen: "Wir würden Donald Trump genauso behandeln wie Hillary Clinton: Beide wären herzlich willkommen in München."

Mehr zum Thema: Trumps Gruselkabinett: Diese europäischen Politiker unterstützen den Republikaner

Röttgen befürchtet "tiefste Entfremdung"

Aber es gibt auch andere Stimmen. Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, sieht im Falle einer Wahl Trumps hingegen die Beziehungen zu den USA in Gefahr.

"Für das deutsch-amerikanische Verhältnis wäre eine Wahl von Trump zum Präsidenten eine historische Belastung", sagte Röttgen der "Bild am Sonntag. "Es würde zur tiefsten Entfremdung in unseren Beziehungen seit dem Vietnamkrieg führen."

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Käßmann: Trump als Präsident "kann doch nicht möglich sein"

Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann appellierte in "Bild am Sonntag" an die US-Bürger, ihre Stimme am Dienstag Hillary Clinton zu geben: "Bitte, liebe amerikanischen Wählerinnen und Wähler, verschont euer eigenes Land und die ganze Welt übermorgen davor, in die Willkür eines Donald Trump zu fallen!"

Zur Begründung schrieb Käßmann: "Es kann doch nicht möglich sein, dass ein Mann, der sich rühmt, jeder Frau zwischen die Beine fassen zu dürfen, Präsident der Vereinigten Staaten wird! Ein Mann, der meint, Atomwaffen seien nun einmal da, sie einzusetzen."

Die US-Wahl im HuffPost-Live-Blog: Die aktuellen Entwicklungen könnt ihr hier nachlesen:

Umfrage: Trump wäre schlecht für das deutsch-amerikanische Verhältnis

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für "Bild am Sonntag" ergab, dass 77 Prozent der Bundesbürger fürchten, dass das deutsch-amerikanische Verhältnis stark belastet würde, wenn Trump gewinnt. Nur 4 Prozent sehen dann eine Verbesserung in Aussicht, 15 Prozent erwarten keine Veränderung.

Bei einem Sieg von Hillary Clinton glauben 67 Prozent, dass die Freundschaft zu den USA unverändert bleibt. 14 Prozent erwarten positive Impulse für die Beziehungen, während genauso viele sagen dass sich das deutsch-amerikanische Verhältnis verschlechtern wird.

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