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Frühwähler-Zahlen deuten auf Clinton-Sieg hin (US-Wahl im Live-Blog)

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CLINTON NORTH CAROLINA
U.S. Democratic presidential nominee Hillary Clinton speaks at a campaign rally with musician Pharrell Williams and U.S. Senator Bernie Sanders at a campaign rally in Raleigh, North Carolina, U.S. November 3, 2016. REUTERS/Brian Snyder | Brian Snyder / Reuters
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  • Vorzeitigen Stimmabgaben signalisieren einen Vorteil für Hillary Clinton in zwei wichtigen Swing States
  • Aufgrund einer vermeintlichen Bedrohung haben Beamte des Secret Service Donald Trump bei einer Rede abrupt von der Bühne geholt
  • Im Live-Blog erfahrt ihr die Nachrichten rund um die US-Wahl

Die Vereinigten Staaten wählen am Dienstag ihren 45. Präsidenten. Für die Demokraten geht die ehemalige First Lady Hillary Clinton ins Rennen. Bei den Republikanern konnte sich der umstrittene Großunternehmer Donald Trump durchsetzen. Beide Kandidaten werfen alles auf die Swing States. Auch New Hampshire ist plötzlich wieder offen, der Staat galt lange als sicher für Clinton.

Während des Wahlkampfes mussten beide Seiten bereits mit schweren Vorwürfen und Affären kämpfen. So hat das FBI kurz vor der Wahl die Ermittlungen wegen Clintons Mail-Affäre aufgenommen. Trump wird vorgeworfen, eine 13-Jährige vergewaltigt zu haben.

Weitere Nachrichten vom US-Wahlkampf findet ihr hier.

Auch gilt der Ton in diesem Wahljahr als rau. So sagte Trump-Sohn Eric wörtlich, der Führer des Ku-Klux-Clan, David Duke, habe eine Kugel in den Kopf verdient.

Die aktuellen Entwicklungen zu den US-Wahlen könnt ihr in dem HuffPost-Live-Blog nachlesen:

10:20 Uhr: Frühwähler-Zahlen deuten auf Clinton-Sieg hin

Nachdem Trump in Umfragen unter der Woche aufgeholt hatte, signalisieren die vorzeitigen Stimmabgaben einen Vorteil für Hillary Clinton in zwei wichtigen Swing States.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass Clinton in Nevada mit 46.000 Stimmen oder sechs Prozent führt. Jon Ralston, in Nevada eine Institution in Umfrage-Analysen, habe die Republikaner im Bundesstaat bereits für "tot" erklärt.

Auch in Florida sieht die amerikanische Zeitung "Politico" Clinton nach der vorzeitigen Stimmabgabe am Samstagabend vor Trump - wenn auch nur knapp.

8:40 Uhr: IS ruft zu Anschlägen am Tag der US-Wahl auf

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ruft für den Tag der Präsidentschaftswahl in den USA zu Anschlägen auf. In einem Essay fordern die Dschihadisten von ihren Anhängern, Amerikaner zu attackieren, die zur Wahl gehen.

Lies mehr: IS ruft zu Anschlägen am Tag der US-Wahl auf - Muslime sollen nicht wählen gehen

8:30 Uhr: Panik während Wahlkampfauftritt: Plötzlich zerren Secret-Service-Beamte Donald Trump von der Bühne

Aufgrund einer vermeintlichen Bedrohung haben Beamte des Secret Service den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump bei einer Rede im US-Staat Nevada abrupt von der Bühne geholt. Den Vorfall seht ihr im Video.

Ein Mann aus dem Publikum wurde festgenommen, kurze Zeit später aber wieder freigelassen, wie der örtliche Sender KRNV am Samstag nach dem Vorfall in der Stadt Reno berichtete. Eine Waffe wurde nach Angaben des Secret Service nicht gefunden. Trump kam wenige Minuten nach dem Vorfall auf die Bühne zurück und setzte seine Rede fort.

19.56 Uhr: Trump-Maske weist auffallende Ähnlichkeit mit Hitler auf

Die Internetgemeinde rätselt momentan über eine Papiermaske mit dem Gesicht Donald Trumps auf der Vorderseite. Dreht man diese nämlich um, erkennt man ziemlich schnell das Gesicht von Adolf Hitler.

Ob nun Zufall oder Absicht, neu ist der Vergleich mit dem Diktator auf jeden Fall nicht.

➨ Lest die ganze Geschichte hier und bildet euch selbst ein Urteil über die Trump-Hitler-Maske.

18.31 Uhr: Neue Enthüllungen: Melania Trump arbeitete illegal in den USA

Donald Trumps Ehefrau Melania soll in den 90er-Jahren ohne Arbeitsvisum in den USA Geld verdient haben, das enthüllte nun die Nachrichtenagentur AP.

Die gebürtige Slowenin zog im August 1996 in die Vereinigten Staaten und startete eine Karriere als Model. Ihre Arbeitserlaubnis galt allerdings erst ab Oktober. In diesem Zeitraum soll Trump mehr als 20.000 Dollar schwarz verdient haben.

Ein Rückschlag für den Republikaner Trump, bezeichnet er sich doch selbst als den "Erzfeind" illegal beschäftigter Migranten.

17.22 Uhr: Demokratischer Wahlmann will Clinton auf keinen Fall wählen

Der demokratische Wahlmann Robert Satiacum (Bundesstaat Washington) kündigte an, Hillary Clinton auf keinen Fall seine Stimme zu geben. Das berichtet die Nachrichtenseite "Zeit online" am Samstagnachmittag.

Der Bundesstaat Washington gilt Clinton eigentlich als sicher. Dennoch schloss Satiacum eine Stimme für Clinton aus: "Sie wird meine Stimme nicht kriegen, Punkt."

13.10 Uhr: Obama verteidigt Trump-Anhänger gegen wütenden Mob

Bei einer Rede des US-Präsidenten Barack Obama im Bundesstaat North Carolina kam es zu einer unerwarteten Unterbrechung. Inmitten der demokratischen Versammlung stand ein Mann auf und hielt ein Pro-Trump-Schild in die Höhe.

Während das Publikum kaum mehr zu beruhigen war, reagierte Obama unerwartet offen und verteidigte den Mann vor der wütenden Menge.

"Er macht doch überhaupt nichts. Ihr braucht euch keine Sorgen wegen ihm zu machen. Wir leben in einem Land, in dem jeder seine Meinung frei äußern darf", sagte er. "Hört auf zu buhen, geht lieber wählen."

Den gesamten Vorfall könnt ihr im Video unten nochmals ansehen.

11:24 Uhr: Übersicht - Diese internationalen Spitzenpolitiker unterstützen Donald Trump

Zahlreiche europäische Spitzenpolitiker unterstützen Donald Trump. Sollte der Präsident werden, bahnen sich düstere Allianzen an. Wir geben einen Überblick: was würden sie für Europa bedeuten?

Lies hier: Trumps Gruselkabinett: Diese europäischen Politiker unterstützten Trump

09.45 Uhr: Clinton soll Tochter geheimes Material gemailt haben

Clinton soll als Außenministerin an ihre Tochter Chelsea dienstliche E-Mails weitergeleitet haben, die später als geheim eingestuft wurden. Dies gehe aus Korrespondenz hervor, die das US-Außenministerium am Freitag veröffentlichte, berichtet die Zeitung "Welt".

2009 habe der Handelsbeauftragter Michael Forman eine E-Mail an ranghohe Regierungsmitglieder verschickt. Clinton soll die Nachricht mit dem Vermerk "Siehe unten" an eine Frau namens Diane Reynolds weitergeleitet haben - das E-Mail-Psyeudonym ihrer Tochter Chelsea.

Der gesamte E-Mail-Verkehr wurde im Jahr 2015 vom Außenministerium als vertraulich eingestuft, der Text ist komplett geschwärzt. Die Korrespondenz gehört zu den Nachrichten aus Clintons Privatserver, wegen dessen Nutzung die Sicherheitsbehörde FBI gegen sie ermittelt.

09.30 Uhr: Mehrheit der Wahlmännerstimmen für Clinton ist laut einer Prognose weg

Für einen Sieg braucht Hillary Clinton die Mehrheit der 538 Wahlmännerstimmen aus den Staaten, mindestens aber 270 Stimmen. Laut der letzten Prognose des Fernsehsenders CNN ist die Präsidentschaftskandidatin erstmals unter diese Marke gerutscht.

Damit verschiebe sich die Stimmenverteilung in Richtung Donald Trumps, auch wenn Clinton immer noch vorne liegt, wie CNN auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilt:

06.30 Uhr: Clinton wird von Musikstars Jay Z und Beyoncé unterstützt

beyoncé clinton jayz
Hillary Clinton Seite an Seite mit Sängerin Beyoncé und Rapper Jay Z, Quelle: dpa

Hillary Clinton hat bei einer Wahlkampfveranstaltung in Cleveland im Bundesstaat Ohio Hilfe von prominenter Seite erhalten. Das Musikerpaar Jay Z und Beyoncé trat mit ihr am Freitagabend (Ortszeit) auf. "Ich will, dass meine Tochter in einem Land aufwächst, das von einer Frau angeführt wird. Deshalb bin ich hier", sagte die Sängerin Beyoncé laut der Zeitung "New York Times".

Rapper Jay Z sagte, Clintons Rivale Donald Trump sei für das Amt des Präsidenten nicht geeignet. Seine Reden würden das Land teilen. "Er kann nicht mein Präsident sein. Er kann nicht unser Präsident sein", zitiert die "New York Times" ihn.

Mit der Veranstaltung zielte Clinton vor allem auf schwarze Wähler ab. Traditionell wählen Afroamerikaner eher den Kandidaten der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl. Zuletzt lag Clinton in einer Umfrage bei 85 Prozent der Stimmen in dieser Wählergruppe, beim amtierenden Präsidenten Barack Obama waren es 2012 noch 95 Prozent gewesen.