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Clinton soll Tochter geheimes Material gemailt haben (US-Wahl im Live-Blog)

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HILLARY CLINTON
Clinton in Cleveland, Ohio am Freitagabend | Brian Snyder / Reuters
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  • Hillary Clinton soll ihrer Tochter 2009 geheimes Material gemailt haben, wie eine Veröffentlichung des US-Außenministeriums zeigt
  • Eine Prognose des Fernsehsenders CNN sieht für Clinton keine Mehrheit bei den entscheidenden Wahlmännerstimmen
  • Im Live-Blog erfahrt ihr die Nachrichten rund um die US-Wahl

Die Vereinigten Staaten wählen am Dienstag ihren 45. Präsidenten. Für die Demokraten geht die ehemalige First Lady Hillary Clinton ins Rennen. Bei den Republikanern konnte sich der umstrittene Großunternehmer Donald Trump durchsetzen. Beide Kandidaten werfen alles auf die Swing States. Auch New Hampshire ist plötzlich wieder offen, der Staat galt lange als sicher für Clinton.

Während des Wahlkampfes mussten beide Seiten bereits mit schweren Vorwürfen und Affären kämpfen. So hat das FBI kurz vor der Wahl die Ermittlungen wegen Clintons Mail-Affäre aufgenommen. Trump wird vorgeworfen, eine 13-Jährige vergewaltigt zu haben.

Auch gilt der Ton in diesem Wahljahr als rau. So sagte Trump-Sohn Eric wörtlich, der Führer des Ku-Klux-Clan, David Duke, habe eine Kugel in den Kopf verdient.

Die aktuellen Entwicklungen zu den US-Wahlen könnt ihr in dem HuffPost-Live-Blog nachlesen:

11:24 Uhr: Übersicht - Diese internationalen Spitzenpolitiker unterstützen Donald Trump

Zahlreiche europäische Spitzenpolitiker unterstützen Donald Trump. Sollte der Präsident werden, bahnen sich düstere Allianzen an. Wir geben einen Überblick: was würden sie für Europa bedeuten?

Lies hier: Trumps Gruselkabinett: Diese europäischen Politiker unterstützten Trump

09.45 Uhr: Clinton soll Tochter geheimes Material gemailt haben

Clinton soll als Außenministerin an ihre Tochter Chelsea dienstliche E-Mails weitergeleitet haben, die später als geheim eingestuft wurden. Dies gehe aus Korrespondenz hervor, die das US-Außenministerium am Freitag veröffentlichte, berichtet die Zeitung "Welt".

2009 habe der Handelsbeauftragter Michael Forman eine E-Mail an ranghohe Regierungsmitglieder verschickt. Clinton soll die Nachricht mit dem Vermerk "Siehe unten" an eine Frau namens Diane Reynolds weitergeleitet haben - das E-Mail-Psyeudonym ihrer Tochter Chelsea.

Der gesamte E-Mail-Verkehr wurde im Jahr 2015 vom Außenministerium als vertraulich eingestuft, der Text ist komplett geschwärzt. Die Korrespondenz gehört zu den Nachrichten aus Clintons Privatserver, wegen dessen Nutzung die Sicherheitsbehörde FBI gegen sie ermittelt.

09.30 Uhr: Mehrheit der Wahlmännerstimmen für Clinton ist laut einer Prognose weg

Für einen Sieg braucht Hillary Clinton die Mehrheit der 538 Wahlmännerstimmen aus den Staaten, mindestens aber 270 Stimmen. Laut der letzten Prognose des Fernsehsenders CNN ist die Präsidentschaftskandidatin erstmals unter diese Marke gerutscht.

Damit verschiebe sich die Stimmenverteilung in Richtung Donald Trumps, auch wenn Clinton immer noch vorne liegt, wie CNN auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilt:

06.30 Uhr: Clinton wird von Musikstars Jay Z und Beyoncé unterstützt

beyoncé clinton jayz
Hillary Clinton Seite an Seite mit Sängerin Beyoncé und Rapper Jay Z, Quelle: dpa

Hillary Clinton hat bei einer Wahlkampfveranstaltung in Cleveland im Bundesstaat Ohio Hilfe von prominenter Seite erhalten. Das Musikerpaar Jay Z und Beyoncé trat mit ihr am Freitagabend (Ortszeit) auf. "Ich will, dass meine Tochter in einem Land aufwächst, das von einer Frau angeführt wird. Deshalb bin ich hier", sagte die Sängerin Beyoncé laut der Zeitung "New York Times".

Rapper Jay Z sagte, Clintons Rivale Donald Trump sei für das Amt des Präsidenten nicht geeignet. Seine Reden würden das Land teilen. "Er kann nicht mein Präsident sein. Er kann nicht unser Präsident sein", zitiert die "New York Times" ihn.

Mit der Veranstaltung zielte Clinton vor allem auf schwarze Wähler ab. Traditionell wählen Afroamerikaner eher den Kandidaten der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl. Zuletzt lag Clinton in einer Umfrage bei 85 Prozent der Stimmen in dieser Wählergruppe, beim amtierenden Präsidenten Barack Obama waren es 2012 noch 95 Prozent gewesen.

20.25 Uhr: Deutsche glauben, Clinton wäre die bessere Präsidentin

In vielen Ländern der Welt glauben die meisten Menschen an einen Sieg von Hillary Clinton bei der bevorstehenden
US-Präsidentschaftswahl. Donald Trump sehe dagegen nur jeweils eine Minderheit als künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten, wie eine in 37 Ländern durchgeführte Umfrage des Ipsos-Instituts ergab.

In Deutschland gehen demnach 69 Prozent von einem Sieg der demokratischen Kandidatin Clinton aus. Dagegen erwarten nur 14 Prozent, dass der Republikaner Trump der neue Präsident der Vereinigten Staaten wird. Die Wahl findet am 8. November statt.

Sicher sind sich die Deutschen nach einer anderen Umfrage darin, dass Clinton die bessere US-Präsidentin wäre: 77 Prozent der Befragten sehen das so, ergab eine repräsentative N24-Emnid-Umfrage. Nur 4 Prozent der Deutschen halten demnach Trump für den fähigeren Präsidenten.

15.30 Uhr: Dax verliert wegen Unsicherheiten vor US-Wahl

trump

Wegen der Unsicherheit vor der nahenden US-Wahl haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Freitag einmal mehr zurückgehalten. Durchwachsene Unternehmensberichte taten ihr Übriges, so dass der Dax am Nachmittag mit 0,72 Prozent bei 10.251,40 Punkten im Minus lag. Mit dem sechsten schwachen Handelstag in Folge steuert er auf ein Wochenminus von gut 4 Prozent zu.

Auch frische Arbeitsmarktdaten aus den USA, die üblicherweise an der Börse starke Beachtung finden, konnten dem Leitindex am Nachmittag nicht auf die Sprünge helfen.

Denn: Wenige Tage vor der US-Präsidentenwahl scheint deren Ausgang wieder völlig offen. Vieles deutet derzeit auf ein enges Rennen bis zur letzten Minute hin. Börsianer befürchten Verluste an den Aktienmärkten, sollte Donald Trump der Sieg tatsächlich gelingen. Denn der Republikaner gilt unter Marktteilnehmern als unberechenbar.

"Die Kontrahentin Hillary Clinton steht dagegen für Kontinuität" schrieb Christian Henke vom Broker IG.

Passend dazu: Was ein US-Präsident Donald Trump für die Welt bedeuten würde

13.36 Uhr: Deshalb würde Trump auf Russland zugehen

Was würde passieren wenn Donald Trump die US-Wahl gewinnen würde? Alexander Rahr ist Experte des Deutsch-Russischen Forums und glaubt an eine Annäherung zwischen den Vereinigten Staaten und Russland.

"Trump wird argumentieren, dass die Interessensgegensätze zwischen Westen und Russland in der Ukraine und Syrien nicht wert sind, einen Dritten Weltkrieg der beiden führenden Atommächte zu riskieren", schreibt der Experte in seinem Kommentar, der auf der Seite der Huffington Post erschienen ist. "Natürlich erhofft man sich im Kreml von ihm das Ende westlicher Sanktionen gegen Russland."

Mehr zum Thema: Den kompletten Kommentar zu "Wenn Trump gewinnt", könnt ihr hier nachlesen

12.40 Uhr: Schulkinder würden Clinton wählen

clinton trump

Großer Sieg für Hillary Clinton: Die demokratische Präsidentschaftskandidatin hat ihren Kontrahenten Donald Trump mit 52 zu 48 Prozent der Stimmen besiegt - bei einer Abstimmung unter den Kindern der Benjamin-Franklin-Grundschule in Yorktown Heigths bei New York.

Die Schule macht die Präsidentschaftswahl seit 1968 in jedem Jahr zum Bildungsprogramm für die Kinder im Alter von bis zu zwölf Jahren. In diesem Jahr sei das schwierig gewesen, räumte Schulleiterin Patricia Moore beim Sender NBC ein. Man habe sich nicht so sehr auf die Kandidaten konzentriert, sondern mehr auf den Prozess, sagte Lehrerin Danielle Stiehl.

Seit Richard Nixon 1968 ins Weiße Haus gewählt wurde, hatten die Kinder stets den richtigen Riecher: Die Schüler sagten alle US-Präsidenten richtig voraus.

10.55 Uhr: Melania Trump: "Dies ist eine Bewegung"

Wenige Tage vor der Präsidentenwahl in den USA hat Melania Trump für ihren Mann Donald den ersten Wahlkampfauftritt seit Juli absolviert. "Das ist keine normale Kampagne, dies ist eine Bewegung", sagte Trump vor Anhängern in einer nicht gefüllten Halle.

Trump trat in Berwyn nahe Philadelphia in Pennsylvania auf, einem der besonders wichtigen und am härtesten umkämpften Bundesstaaten. Donald Trumps Team versucht, in den letzten Tagen vor der Wahl vor allem bei Frauen noch Boden gut zu machen.

So betonte Melina Trump, ihr Mann habe einen tiefen Respekt und große Liebe für die USA. "Er wird ein fantastischer Präsident der USA sein", sagte sie. Sie selbst möchte als First Lady eine "Anwältin der Frauen und Kinder" sein.

Mehr zum Thema: Maybrit Illner: "Trump wäre wie Bohlen als Kanzlerkandidat"

10.15 Uhr: Ist das FBI Teil des "Trumpland"?

Das FBI untersucht die E-Mail-Affäre von Hillary Clinton. Eine Quelle der US-Behörde soll dabei die rechtskonservative US-amerikanische Nachrichtenseite "Breitbart" sein. Das berichtet die unter anderem die US-Seite "Vanity Fair". Demnach werden auch die Korruptionsvorwürfe, die in dem Buch "Clinton Cash" eines "Breitbart"-Autoren erhoben wurden, überprüft. Dabei gibt der Buch-Autor und "Breitband"-Redakteur Peter Schweizer aber sogar zu, dass er keine "direkten Beweise" gegen Clinton habe.

Und: Schweizer arbeitete dem Bericht zufolge bei "Breitbart" bereits unter Stephen Bannon, der heute der Wahlkampf-Leiter von Donald Trump ist. Trotzdem sollen Beamte des FBI darauf bestanden haben, die Untersuchungen gegen Clinton vor der Wahl zu starten. Wie es auch gekommen ist.

Ein Ermittler ging gegenüber der britische Zeitung "The Guardian" sogar soweit, dass er das FBI als "Trumpland" bezeichnete.

Mehr zum Thema: Hillarys Trauma: Wie das FBI den US-Wahlkampf mit umstrittenen Methoden entscheiden könnte

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Freitag, 3. November - 09.40 Uhr: So will ein "Hangover"-Star Studenten zum Wählen bringen

Im Kinofilm "Hangover" saß er völlig erledigt mit sonnenverbranntem Gesicht auf dem Hoteldach in Las Vegas. Jetzt macht Hollywood-Star Justin Bartha (38) auf ungewöhnliche Art Wahlkampf für US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton. Er tourt gerade durch den umkämpften Bundesstaat Ohio und versucht junge Wähler persönlich zum Gang zur Urne zu bewegen. In Cincinnati hat er am Donnerstag Studenten ins Auto eingeladen und zum "Early Voting" ins Wahllokal begleitet.

justin bartha
Der US-Schauspieler Justin Bartha unterstützt Clinton mit einer besonderen Aktion

"Ich bin Schauspieler und habe keine Ahnung, wie man ein Land führt. Und Donald Trump ist ein Star aus einer Reality-TV-Show und hat mit Immobilien zu tun. Ich würde sagen, keiner von uns beiden sollte dieses Land führen." Es liege doch klar auf der Hand, wer in dieser Wahl der am besten qualifizierte Kandidat sei.

Mehr zum Thema: "Die Umfragen täuschen": USA-Experte Jäger erklärt, warum Trump Präsident werden könnte

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Dieser Artikel war bei Amazon meistverkauft – wegen Donald Trump

Mit Material der dpa