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Zweiköpfige Haie – Wissenschaftler rätseln über die Ursache

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HAI ZWEI KOEPFE
Evolution and disease
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  • Im Oktober hat ein spanisches Forscherteam einen zweiköpfigen Hai-Embryo entdeckt
  • Schon in den vergangenen Jahren gab es ähnliche Funde
  • Wissenschaftler rätseln über die Ursache

Wenn Wissenschaftlicher darüber rätseln, woher die zweiköpfigen Haie kommen, dann erinnert das ein wenig an Szenen aus abstrusen Horrorfilmen.

Das wissenschaftliche Rätsel ist allerdings real, genauso wie die zweiköpfigen Haie.

Erst in diesem Monat haben spanische Wissenschaftler einen zweiköpfigen Hai-Embryo entdeckt. "Jeder Kopf hatte einen Mund, zwei Augen, ein Gehirn, eine Chorda und fünf Kiemenöffnungen auf jeder Seite“, beschreiben die Wissenschaftler im "Journal of Fish Biology". Der Embryo soll zudem zwei Herzen, zwei Lebern und zwei Mägen gehabt haben.

Ein besonderer Fund

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Wie das Wissenschaftsmagazin "National Geographic" berichtet, wurden bislang bereits sieben zweiköpfige Haie verschiedener Arten entdeckt. Dennoch ist der neue Fund besonders.

Wie die Forscher erklären, handelt es sich bei dem zweiköpfigen Embryo um einen Katzenhai der Art "Galeus atlanticus". Damit ist der neue Fund der erste zweiköpfige Hai einer eierlegenden Art.

Die Wissenschaftler untersuchten in ihrem Labor 797 Embryonen der Katzenhai-Art und stießen dabei auf das zweiköpfige Exemplar. Dieses Zahlenverhältnis zeigt bereits: Das Phänomen der zweiköpfigen Haie ist selten. Trotzdem wurden in den vergangenen Jahren mehrere solcher Hai-Embryonen entdeckt.

Wie also lässt sich dieses Phänoment erklären?

Das spanische Forscherteam hält eine genetische Störung für die wahrscheinlichste Ursache. Äußere Einflüsse auf die Embryonen durch Chemikalien, Infektionen oder Strahlungen habe es nach dem Wissen der Forscher nicht gegeben.

Wie "National Geographic" berichtet, könnte auch Überfischung ein Grund dafür sein, wenn eine solche Missbildung vermehrt aufritt. Überfischung könne nämlich den Genpool der Haie schrumpfen lassen. Das Magazin beruft sich mit dieser Einschätzung auf Nicolas Ehemann, einen Ozeanologen des "National Polytechnic Institute" in Mexico.

Ein weiterer Wissenschaftler des Instituts geht allerdings nicht davon aus, dass sich die Anzahl der zweiköpfigen Hai-Embryonen wirklich vergrößert hat.

Mehr zweiköpfige Haie oder nur mehr Diskussionen?

Wie "National Geographic" berichtet, glaubt der Meeresbiologe Felipe Galván-Magaña nämlich, dass die Embryonen in den vergangenen Jahren lediglich häufiger fotografiert und in wissenschaftlichen Journalen besprochen wurden.

Ob die Anzahl der zweiköpfigen Haie aber tatsächlich anwächst oder nicht, klar ist bislang: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein zweiköpfiger Hai lange überlebt ist sehr gering.

Der Biologe C. Michael Wagner erklärte gegenüber "National Geographic", dass die zweiköpfigen Haie es wohl sehr schwer haben zu schwimmen oder Nahrung zu finden. Wenn es die zweiköpfigen Embryonen demnach bis zur Geburt schaffen, ist die Wahrscheinlichkeit klein, dass sie lange überleben.

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(mf)