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"Willkommen bei den Hartmanns" im Kino: So ist die Komödie über Deutsche und Flüchtlinge

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WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNS
"Willkommen bei den Hartmanns" läuft ab dem 3. November in den deutschen Kinos an | 2016 Warner Bros. Ent.
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Flüchtlinge. Fei diesem Thema gibt es so viele Meinungen und Wahrheiten, dass die meisten Diskussionen schnell anstrengend werden können. Umso erstaunlicher ist das, was dem Münchner Regisseur und Drehbuchautor Simon Verhoeven (44) mit seinem neuen Film "Willkommen bei den Hartmanns" (Kinostart: 3. November) gelungen ist.

Er erzählt das ernste Thema in allen Facetten - als Komödie. Zwar hat er schon für seine "Männerherzen"-Komödien Preise abgeräumt, doch hier zeigt der Sohn von Senta Berger (75, "Operation Zucker") und Michael Verhoeven (78, "Die weiße Rose"), was er wirklich kann.

Darum geht's in "Willkommen bei den Hartmanns"

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Angelika Hartmann (Senta Berger) ist pensionierte Lehrerin, Mutter in einer von Alltagsproblemen geplagten gutbürgerlichen Familie und einsam, seit die beiden Kinder ausgezogen sind. Ihr Mann Richard (Heiner Lauterbach), Chefarzt einer Klinik, beschäftigt sich vor allem mit dem Älterwerden.

Sohn Philip (Florian David Fitz) pendelt zwischen Shanghai und München und verliert dabei den Kontakt zu seinem eigenen Sohn Basti (Marinus Hohmann). Und Tochter Sophie (Palina Rojinski) weiß mit 31 immer noch nicht, was sie will.

Da beschießt Angelika, einen Flüchtling aufzunehmen: Die Wahl fällt auf den Nigerianer Diallo Makabouri (Eric Kabongo).

Was wäre ein Film ohne seine Schauspieler?

Simon Verhoeven hat mit Mama Senta Berger, Heiner Lauterbach (63), Florian David Fitz (41) und Palina Rojinski (31) eine Starbesetzung vom Feinsten gecastet. Ihre Charaktere sind facettenreich und überzeugen mit ihrem Eigenleben.

Frauenschwarm Elyas M'Bareks (34) Rolle Dr. Tarek Berger hätte allerdings noch eine klitzekleine Ecke oder Kante vertragen können. Uwe Ochsenknecht (60) mimt dagegen den oberflächlichen Schönheitschirurgen Dr. Sascha Heinrich absolut überzeugend. Sascha zu Richard (Lauterbach) über jüngere Frauen in der Disco: "Dir ist schon klar, dass wir den 'Sex and the City'-Fanclub hier auch mit nach Hause nehmen könnten?"

Ebenfalls auffallende Nebenrollen haben Eisi Gulp (60) und Ulrike Kriener (61): Er spielt Bernd Bader, den Leiter eines Flüchtlingsheims, sie den wilden Althippie Heike Broscher.

Keiner wird verschont

Über alle Protagonisten wird sich lustig gemacht, doch nicht im bösen Sinn. Die Dialoge und Wendungen sind echt und nachvollziehbar. Abgesehen vielleicht von den "komischen Fackelträgern vor dem Haus". Andererseits hat man solche Grüppchen tatsächlich auch schon in den TV-Nachrichten gesehen.

Dass der liebe Flüchtling süß aussieht und der Hass verbrämte Flüchtling fast wie eine Karikatur seiner selbst, könnte man kritisieren. Doch irgendwie passt sogar das zu der bunten, liebevoll gestalteten und optimistischen Komödie.

Fazit zu "Willkommen bei den Hartmanns"

Mit "Willkommen bei den Hartmanns" liefern Simon Verhoeven und sein Team eine deutsche Komödie, die ein brandaktuelles Thema aufgreift. Es ist ihnen eine Art Pflichtfilm zum aktuellen Stand der deutschen Gesellschaft gelungen. Wer jetzt das Gesicht verzieht, dem sei versprochen: Die Lachmuskeln werden ausgiebig beansprucht.