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VW: Wir haben nicht manipuliert - Abgas-Software entspreche EU-Recht

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VW: Wir haben nicht manipuliert - Abgas-Software entspreche EU-Recht. | Lucy Nicholson / Reuters
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Volkswagen will in der Abgasaffäre mit einer neuen, überraschenden Strategie Schadenersatzzahlungen an Millionen Kunden in Deutschland und Europa entgehen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ).

Der Konzern behauptet laut "SZ", man habe in der EU den Schadstoffausstoß von Diesel-Pkw gar nicht manipuliert und keine Vorschriften verletzt. Während VW also Gesetzesverstöße in der EU abstreite, habe der Konzern in den USA Manipulationen zugegeben und zahle dort mehr als 16,5 Milliarden Dollar, also fast 15 Milliarden Euro, an Schadenersatz und Strafen, wie die "SZ" analysiert.

VW erklärte auf Anfrage von "SZ", NDR und WDR, die in den betreffenden Fahrzeugen eingebaute Software stelle nach Ansicht des Konzerns "keine unzulässige Abschalteinrichtung nach europäischem Recht dar". Abschalteinrichtung bedeutet, dass die Abgas-Reinigung nach der offiziellen Messung auf dem Prüfstand weitgehend ausgeschaltet wird, was zu einem deutlich höheren Schadstoffausstoß auf der Straße führt.

So seien laut "Süddeutscher Zeitung" bisher viele Hersteller vorgegangen, "um die Kosten für den Betrieb ihrer Pkw zu senken". Volkswagen gilt hier jedoch als negativer Vorreiter.

2015 waren die Praktiken von VW in den USA aufgeflogen. Anders als dort will der Konzern in Europa aber weder Schadenersatz noch Strafen zahlen, obwohl das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) als zuständige Zulassungsbehörde gegen ihn vorgeht. Das KBA verlangt von VW, 2,4 Millionen Fahrzeuge in Deutschland so umzurüsten, dass der Stickoxid-Ausstoß deutlich sinkt. Der Autobauer hat damit schon begonnen, hält den Bescheid des KBA aber für juristisch falsch und hat dies nach Angaben aus Konzernkreisen auch zu Protokoll gegeben.

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(ks)