Huffpost Germany

"Willkommen bei den Hartmanns": Star-Auflauf bei Berlin-Premiere

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Senta Berger mit ihrem Sohn, Regisseur Simon Verhoeven (li.), und Filmproduzent Quirin Berg

Die "Familie Hartmann" erobert die Hauptstadt. Am Mittwoch fand im Berliner "Zoo Palast", eine Woche nach der großen Weltpremiere in München und einen Tag vor dem offiziellen Kinostart am 3.11., das große Special-Screening der neuen Komödie "Willkommen bei den Hartmanns" von Regisseur Simon Verhoeven statt. Das Who is Who der deutschen Schauspielbranche spielt in dem neuen Kino-Hit mit: Elyas M'Barek, Senta Berger, Heiner Lauterbach, Florian David Fitz, Palina Rojinski, Uwe Ochsenknecht, sowie der Überraschungs-Star des Films, der Belgier Eric Kabongo, um nur einige zu nennen.

Darum geht's

Sehen Sie auf Clipfish den Trailer zur stargespickten Komödie "Willkommen bei den Hartmanns"

Im Mittelpunkt der neuen Komödie von Regisseur Simon Verhoeven ("Männerherzen") und dem Produzenten-Duo Quirin Berg und Max Wiedemann steht nun eine Familie: Alles dreht sich um die Hartmanns, die ins komödiantische Chaos stürzen, als Mutter Angelika (Senta Berger) gegen den Willen ihres Mannes (Heiner Lauterbach) beschließt, den Flüchtling Diallo (Eric Kabongo) aufzunehmen.

"Der Familienkosmos ist natürlich ein großartiges Feld für eine Komödie, aber der Aspekt Flüchtlingskrise macht den Film auch brandaktuell, was ich in dieser Dimension so nicht absehen konnte als ich im Frühjahr 2015 mit dem Schreiben begann", so Autor und Regisseur Simon Verhoeven. "Aber das ist keineswegs ein naiver 'Refugees Welcome'-Film", stellt er klar. "Der Ton ist frech, politisch total unkorrekt und wir zeigen sehr unterschiedliche Haltungen auch innerhalb der Familie Hartmann."

"Ein großartiges Familienprojekt"

Für Verhoeven ist es vor allem auch ein großartiges Familienprojekt, da er und sein Vater Michael als Mitproduzenten agierten und seine Mutter Senta Berger vor der Kamera stand. Die eigene Familie habe ihn inspiriert und so manche Idee für den Film geliefert: "Zum Beispiel hat meine Mutter auch schon einmal eine Lieblingsjacke meines Vaters in ein Flüchtlingsheim weggegeben - ohne sein Wissen. Und er war dann ziemlich sauer.", erzählte Simon Verhoeven. "In erster Linie geht es hier auch überhaupt nicht um Politik, sondern über eine chaotische, normale Familie, so wie sie jeder kennt. Alle haben Probleme, alle streiten, aber alle lieben sich eben auch. Ich wollte eine lustige, positive Geschichte erzählen über eine Familie, die versucht, sich wieder zu versöhnen."

Mutter Senta Berger zeigte sich zu Recht stolz auf ihren Sohn: "Es ist ein sehr schöner Film geworden, und da spricht jetzt keineswegs nur der Mutterstolz. Es will etwas heißen, wenn ich das sage. In einer Künstlerfamilie gehört ein kritischer Umgang mit dazu, und sowohl ich als auch Simon sind beide sehr kritisch." Auch sie konnte Parallelen zur eigenen Familie feststellen: "Diesen Satz von Angelika, dass sie so traurig ist, dass das Haus so leer ist ohne die Kinder - das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich vermisse meine Kinder auch und habe mich noch nicht daran gewöhnt, dass das Haus mittlerweile so leer ist."

"Wir sind alle irgendwie ein bisschen Hartmann"

Produziert haben den Film Quirin Berg und Max Wiedemann, das Erfolgsduo, das auch hinter den "Männerherzen"-Filmen und Kinohits wie "Das Leben der Anderen", "Who am I" und "Vaterfreuden" steht. Berg bringt es auf den Punkt: "Nach den Männerherzen wollten wir einen Schritt weiter gehen und im Familien-Kosmos erzählen. Die Hartmanns sind eine liebenswerte und nicht problemfreie deutsche Familie - wird sind also alle irgendwie ein bisschen Hartmann. Und dann sitzt plötzlich ein Flüchtling mit am Esstisch. Das ist nicht nur ein brisantes Thema und ein schönes Bild für unsere Situation als Land, das ist vor allem eine absolut grandiose Steilvorlage für eine verdammt lustige, große Komödie. Und dieses Thema braucht dringend etwas Entspanntheit und Humor. Ich verspreche einen Film, der uns berührt und vor allem einen sehr, sehr lustigen Kinoabend garantiert."

Florian David Fitz brilliert in der Rolle des Burnout-gefährdeten Sohns Philip - und schwärmte von seiner Film-Mutter Senta Berger: "Ich habe mich wahnsinnig gefreut, an der Seite von Heiner Lauterbach und Senta Berger drehen zu dürfen. Ich bin ein Kind der 80er-Jahre und ein großer Fan von 'Kir Royal'. Jetzt mit Senta Berger zu arbeiten - das war wie 'Kir Royal' für mich."

Heiner Lauterbach mit Toupet

Palina Rojinski spielt die Filmtochter von Senta Berger und Heiner Lauterbach: die ziellose Dauerstudentin Sophie, die auf der Flucht vor einem Verehrer wieder zu Hause einzieht. "Mein richtiger Vater war ziemlich eifersüchtig auf meinen Filmvater Heiner Lauterbach", erzählte sie. "Als er im Film mit mir schimpft, sagte mein Vater zu mir: 'So habe ich noch nie mit dir geschimpft'."

Viel Applaus gab es auch für Heiner Lauterbach, der seinen Part als Oberarzt und Familienoberhaupt hervorragend spielt. Im Film ist er allerdings mit überraschend viel Haar auf dem Kopf zu sehen - ein Toupet. Auch er nahm sich viel Zeit für seine Fans: "Früher wollten die Fans Autogramme, heute sind es eben Selfies", meinte er.

Lediglich auf Elyas M'Barek (spielt im Film einen jungen Arzt, der mit der Tochter der Familie anbandelt, was ihr Vater aber mit allen Mitteln verhindern will) und Uwe Ochsenknecht (als Schönheitschirurg) mussten die Fans an diesem Abend in Berlin aus Termingründen verzichten: Ochsenknecht war wegen Dreharbeiten verhindert und Elyas drückte dem Team von Düsseldorf aus die Daumen.