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Maas fordert: Imame sollen 1000 Euro Bußgeld für Kinderehen zahlen

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HEIKO MAAS
German Justice Minister Heiko Maas arrives for a cabinet meeting at the Chancellery in Berlin, Germany August 24, 2016. REUTERS/Stefanie Loos | Stefanie Loos / Reuters
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  • Das Innenministerium will gegen Kinderehen vorgehen
  • Nach einem Vorschlag sollen Imame mit einem Bußgeld belegt werden, wenn sie Heiratsrituale mit Minderjährigen durchführen
  • Im Gespräch sind bis zu Tausend Euro

Von Imamen in Deutschland geschlossene Kinderehen sollen einem Medienbericht zufolge verboten und muslimische Geistliche in solchen Fällen mit Bußgeldern belegt werden.

Diesen Vorschlag machte nach Informationen der "Welt" das Bundesinnenministerium in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu Kinderehen.

1000 Euro Bußgeld für eine Kinderheirat

In Moscheen dürften Imame dann keine Heiratsrituale mehr mit minderjährigen Mädchen vollziehen. Im Gespräch ist dem Bericht zufolge ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.

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Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu Kinderehen war Anfang September ins Leben gerufen worden. Die Runde soll die Praxis der Anerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen Minderjähriger erörtern und diskutieren, inwiefern die Vorschriften zur Ehemündigkeit im deutschen Recht geändert werden sollen.

Mit dabei sind Vertreter aus Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen, Sachsen und Schleswig-Holstein - und für den Bund Vertreter des Kanzleramts und der Ressorts Justiz, Innen und Familie.

Änderung des Eherechts soll bis Ende des Jahre kommen

Die Arbeitsgruppe, die das Ressort von Justizminister Heiko Maas (SPD) einberufen hatte, will spätestens bis zum Jahresende eine gesetzliche Änderung des Eherechts vorlegen. Informationen der "Welt" zufolge gibt es im Bundestag dazu bereits einen breiten Konsens zwischen der Unions- und der SPD-Fraktion.

In Deutschland dürfen Ehen derzeit grundsätzlich erst mit der Volljährigkeit geschlossen werden - in Ausnahmefällen aber schon mit 16 Jahren. Union und SPD haben sich dafür ausgesprochen, diese Ausnahmen abzuschaffen.

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