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FBI veröffentlicht erneut Dokumente: Nun trifft es Bill Clinton

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BILL CLINTON
Bill Clinton bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner Frau Hillary | Dominick Reuter / Reuters
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  • Das FBI gab erneut Dokumente frei, die den US-Wahlkampf beeinflussen könnten
  • Die 17 Jahre alten Unterlagen betreffen Bill Clinton und eine seiner letzten Amtshandlungen als US-Präsidenten

Kurz vor der US-Wahl hat das FBI erneut Dokumente veröffentlicht - dieses Mal jedoch über den früheren US-Präsidenten Bill Clinton und eine umstrittene Begnadigung.

Die 129 Seiten starken und zensierten Unterlagen wurden am Montag auf eine Internetseite der Behörde gestellt. Ein FBI-Twitteraccount informierte am Dienstag darüber. Begründet wurde die Offenlegung mit dem Recht der Bürger, Dokumente von Bundesbehörden einsehen zu dürfen.

Die veröffentlichten Dokumente sind 17 Jahre alt. Damals hatte es eine FBI-Untersuchung über die Begnadigung des flüchtigen Finanzinvestors Marc Rich gegeben. Dieser war 1983 unter anderem wegen Steuerbetrugs angeklagt worden und in die Schweiz geflüchtet, um der Strafverfolgung zu entgehen. Als eine der letzten Amtshandlungen als US-Präsident hatte Bill Clinton Rich begnadigt und war dafür vielfach kritisiert worden.

Ex-Frau des Steuersünders spendete vor der Begnadigung

Danach sollten die Ermittlungen des FBI überprüfen, ob es eine Verbindung zwischen der Begnadigung und einer hohen Geldspende der Exfrau Marc Richs an die Clinton-Präsidentenbibliothek gegeben hatte. Die Untersuchung zog kein Strafverfahren nach sich - der Fall wurde 2005 unter FBI-Chef James Comey geschlossen.

Das Wahlkampfteam der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton kritisierte die jüngste Veröffentlichung. Angesichts einer fehlenden Deadline zur Offenlegung findet ihr Sprecher Brian Fallon den gewählten Zeitpunkt "merkwürdig".

Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, sagte, ihm sei nicht bekannt, dass die Regierung vor der Veröffentlichung über die Dokumente unterrichtet worden sei. Im Oktober hatte das FBI alte Unterlagen bis zurück ins Jahr 1966 offengelegt, die Informationen über Donald Trumps Vater, Fred Trump, enthielten.

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(bp)