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Huma Abedin: Wegen ihrer Wahlkampfmanagerin steckt Clinton kurz vor der Wahl in Schwierigkeiten

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HUMA ABEDIN HILLARY CLINTON
Huma Abedin: Wegen ihrer engsten Vertrauten steckt Clinton kurz vor der Wahl in Schwierigkeiten | Jonathan Ernst / Reuters
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  • Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton wird erneut von ihrer E-Mail-Affäre eingeholt
  • So kurz vor der Wahl wurde sie nun von Huma Abedin, ihrer wichtigsten Beraterin, in Bedrängnis gebracht

Es ist ein Plot wie aus einer Polit-Serie: Der Nervenkrieg, der sich eine Woche vor der Wahl in den USA abspielt, kann locker mithalten mit den Verstrickungen in “House of Cards”.

Wider Erwarten ist es Hillary Clinton, die sich so kurz vor dem Ziel Vorwürfen ausgesetzt sieht - und nicht Donald Trump, bei dem in den vergangenen Monaten ein Skandal den nächsten jagte.

Es sind E-Mails, welche die Demokratin in Bedrängnis bringen. E-Mails, die auf dem Computer von Huma Abedin gespeichert waren.

Sie ist Clintons wichtigste Beraterin und ist während des anstrengenden Wahlkampfs ihre engste Vertraute. Jetzt ist Abedin mitverantwortlich dafür, dass das FBI erneut gegen die Präsidentschaftskandidatin ermittelt - und das wenige Tage vor der Wahl.

1. Was genau hat es mit den Mails auf sich?

Das FBI hat auf einem privaten Computer Mails von Clintons privatem E-Mail-Server entdeckt. Diesen Computer soll Abedin gemeinsam mit ihrem Mann Anthony Weiner benutzt haben, die beiden sind inzwischen getrennt. Der Fund hat dazu geführt, dass die schon lange andauernde E-Mail-Affäre wieder angefacht wurde.

2. Wie wurde Abedin zu Clintons engsten Vertrauten?

Kaum jemand kennt die Demokratin wohl so gut wie sie. Manche nennen sie die "Mini-Hillary", Clinton spricht von ihr als ihrer "zweiten Tochter".

Seit Abedin mit 19 Jahren ein Praktikum im Weißen Haus absolviert hat, folgt sie Clinton praktisch auf Schritt und Tritt. Das ist nun über 20 Jahre her.

Schon während der Wahlkampagne im Jahr 2000 war die heute 40-Jährige Clintons ständige Begleiterin und Beraterin. Damals gewann Clinton einen Senatssitz in New York.

Nach Obamas Wahlsieg 2008 wurde Abedin Clintons stellvertretende Stabschefin im Außenministerium. Auch nach Clintons Amtszeit als Außenministerin arbeitete Abedin weiter für sie, war in der Clinton Foundation tätig. Außerdem gründete sie ihre eigene Beratungsfirma.

2015 machte Clinton sie zur Vorsitzenden ihrer Kampagne um die Präsidentschaft.

huma abedin hillary clinton

Abedin und Clinton bei einem Wahlkampf-Auftritt 2015; Quelle: Reuters

3. Welchen Hintergrund hat die Clinton-Beraterin?

Abedin ist gläubige Muslimin. Ihre Eltern kommen aus Indien und Pakistan, als Kind wuchs sie in Saudi-Arabien auf.

Ihre muslimische Herkunft sorgte bei einigen Republikanern in der Vergangenheit für Skepsis. Der Vorwurf: Kontakte ihrer Familie zur Muslimbruderschaft beeinträchtigten ihre Arbeit bei der Regierung.

4. Welche Rolle spielt Abedin für Clinton?

Clinton hat ihre Beraterin trotz der Schwierigkeiten, in die Abedin sie gebracht hat, nicht gefeuert. Das spricht dafür, dass die beiden Frauen mehr verbindet als bloß ein professionelles Bündnis. Beide wurden von ihren Männern betrogen, Clinton gab Abedin Tipps in Ehefragen.

Aus dem E-Mail-Verkehr der beiden geht hervor, dass sie ein freundschaftliches Verhältnis zueinander haben. Sie tauschten nicht nur Berufliches, sondern regelmäßig auch Privates aus.

5. Ist das der erste Skandal, in den Abedin verwickelt ist?

Nein. Bereits 2011 sah sich die Clinton-Beraterin einem Skandal ausgesetzt. Auch damals war ihr Mann Schuld daran. Er geriet wegen eines Sex-Skandals in die Schlagzeilen, weil er Nacktbilder von sich an Frauen verschickt hatte. Der Demokrat Weiner vertrat New York damals als Kongressabgeordneter.

2013 trat er zur Bürgermeisterwahl in New York an, doch abermals kamen ihm seine Affären in die Quere. Er musste zugeben, seine Frau betrogen zu haben. Abedin blieb dennoch bei ihm.

Erst als in diesem Sommer bekannt wurde, dass Weiner Sexbilder an eine Minderjährige geschickt hatte, ließ sie sich von ihm scheiden.

Nun holt sie die Vergangenheit ihres Mannes wohl abermals ein. Sie beteuert, nicht zu wissen, wie Clintons private E-Mails auf den Computer kamen. Das Notebook habe Weiner gehört und nur er habe ihn benutzt, sagt ihre Anwältin.

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(mf)