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Rewe und Edeka erzielen Einigung: Tausende Arbeitsplätze bei Tengelmann gesichert

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KASSIERERIN TENGELMANN
Einkaufstüten von Kaiser's Tengelmann und Edeka | dpa
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  • Edeka und Rewe erzielen eine Einigung über die Verteilung der Filialen der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann
  • Die von Altkanzler Gerhard Schröder erfolgreich geführten Schlichtungsgespräche sichern 15.000 Tengelmann-Mitarbeitern den Job
  • Rewe will nach den erfolgreichen Verhandlungen seine Klage beim Bundeskartellamt zurückziehen

Lange mussten die 15.000 Beschäftigten der angeschlagenen Supermarktkette Kaiser's Tengelmann um ihre Jobs zittern. Nun herrscht Klarheit: Die Arbeitsplätze der Angestellten sind gesichert.

Bei den Verhandlungen um die angeschlagene Supermarktkette zwischen Edeka und Rewe hat es am Montag einen Durchbruch gegeben. Dies teilte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit. Die Schlichtung sei erfolgreich abgeschlossen.

Über die Details der Verhandlungsgespräche ist jedoch bisher nur wenig bekannt. Hauptstreitpunkt zwischen den beiden Supermarktkette war die Aufteilung der Tengelmann-Filialen in Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Eine Einigung mit Folgen

Insidern zufolge, die mit am Verhandlungstisch saßen, gehen die Filialen in Berlin an Rewe, während Edeka Zugriff auf Filialen in Bayern erhalte.

Allerdings sei es bei den Verhandlungen bislang weder um konkrete, einzelne Filialen noch um einen Kaufpreis gegangen. Noch völlig offen sei auch das Schicksal der Filialen in Nordrhein-Westfalen. Darüber werde nach einem Abschluss der Gespräche über die Berliner Filialen geredet, hieß es.

Wenn die Einigung umgesetzt werden könne, werde Rewe seine Klage zurückziehen und damit den Weg für eine Übernahme der Kette durch Edeka freimachen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Verhandlungskreisen.

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub wollte Kaiser's Tengelmann als Ganzes an den Branchenprimus Edeka veräußern, während Rewe das Nachsehen hatte.

Der Edeka-Konkurrent hatte daraufhin beim Bundeskartellamt geklagt und bekam Recht. Daher musste in langwierigen Verhandlungen eine Lösung mit Rewe gefunden werden, damit die Supermarktkette seine Klage zurückzieht.

Sigmar Gabriel schließt ein Scheitern endgültig aus

Die Schlichtungsgespräche zwischen dem Branchenprimus Edeka und Rewe unter Leitung von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder galten als letzte Chance, um eine Zerschlagung der traditionsreichen Supermarktkette zu verhindern.

Bei einem Scheitern der Gespräche hatte Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub mit einer Zerschlagung der Kette gedroht. Erste Vorbereitungen dafür hatte er bereits vor dem Schlichtungsversuch getroffen.

Eine Zerschlagung der Kette hätte nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bis zu 8000 Arbeitsplätze gefährdet. Dieses Szenario konnte nun abgewendet werden, teilte Gabriel in seiner Stellungnahme mit.

Der Bundeswirtschaftsminister geht demnach "nicht davon aus, dass es noch irgendeinen Stolperstein für den Vollzug der Schlichtungsvereinbarung geben kann."

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