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"Sorry, dass ich so dumm war": Mann zeichnet nach Motorrad-Crash seine Abschiedsworte auf

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MOTORRAD UNFALL
Kevin Diepenbrock | YouTube
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Nach einem Motorradunfall im Gebiet zwischen den US-Bundesstaaten Tennessee und North Carolina erlebte ein Mann die schlimmsten 27 Stunden seines Lebens.

Der 41-jährige Kevin Diepenbrock lag verletzt in einer Schlucht, etwa 30 Meter vom Highway entfernt. Niemand sah ihn dort liegen und über den Verkehrslärm waren seine Rufe kaum hörbar.

Letzte Worte an Familie und Freunde

Verzweifelt versuchte der Motorradfahrer mit seinem Handy Hilfe zu rufen. Doch er hatte in der Gegend keinen Empfang. Er versuchte, auf Facebook um Hilfe zu bitten - vergeblich.

Also benutze er sein Handy für das einzig Sinnvolle: Er zeichnete seine Abschiedsworte auf. Letzte Worte an seine Familie und Freunde - für den Fall, dass er nicht überleben würde:

"Hallo zusammen, ich hab's verbockt, das ist alles, was ich sagen kann. Es ist ungefähr 10:30 Uhr am Morgen. Seitdem liege ich hier. Ungefähr 15 Meter die Schlucht hinunter. Ich will nur sagen, dass ich euch liebe. Sorry, dass ich so dumm war, aber ihr wisst ja, so bin ich eben."

"Mom, Dad - ich liebe euch"

Diepenbrock zählt die Namen von Menschen auf, die er liebt. "Passt auf euch auf", sagt er. "Und bitte kümmert euch um meine Hunde."

Immer wieder startet der 41-Jährige die Kamera, denn alle Versuche, Hilfe zu rufen, scheitern. Eine Aufnahme entstand in der Nacht, in vollkommener Dunkelheit. Diepenbrock erzählt, dass er versucht hatte, sich zu bewegen - ein Stück voran zu kommen - als er in Ohnmacht fiel.

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"Man verbringt nie genug Zeit mit Menschen, die einem nahe sind."

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Einen ganzen Tag später geschieht dann das Wunder. Jemand hört tatsächlich seine Schreie und holt Hilfe. 27 Stunden nach dem Unfall kann Diepenbrock schließlich gerettet werden.

Sein Freund, der ebenfalls mit dem Motorrad unterwegs war, hatte den Unfall nicht überlebt.

"Vergesst niemals den Menschen zu sagen, wie sehr ihr sie liebt. Das war alles, woran ich denken konnte, als ich dort lag. Ich habe das nie genug gesagt", sagte Diepenbrock nach seiner Rettung gegenüber Wate.com.

"Man verbringt nie genug Zeit mit seinen Eltern. Man verbringt nie genug Zeit mit Menschen, die einem nahe sind."

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(pb)