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Reformationsjahr: Warum ihr heute in einem Jahr ausnahmsweise alle zu Hause bleiben könnt

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HAPPY WORKER
Arbeitnehmer dürfen sich im Jahr 2017 über einen zusätzlichen Feiertag freuen. | moodboard via Getty Images
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  • Der Reformationstag wird bundesweiter Feiertag
  • Anlass ist der 500. Geburtstag des Wendepunkts der Kirchengeschichte
  • Wer seinen Urlaub richtig legt, kann nächsten Herbst mit neun freien Tagen rechnen

Einem einzigen Mann haben es Millionen Deutsche zu verdanken, dass sie im kommenden Jahr einen Feiertag mehr haben.

Weil Martin Luther der Geschichte nach an diesem Tag im Jahr 1517 seine berühmten 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg genagelt haben soll, steht im Jahr 2017 der 500. Geburtstag dieses Wendepunktes der Kirchengeschichte an. Und dieses Jubiläum der Reformation wollen die evangelischen Christen besonders feiern - und mit ihnen Millionen Arbeitnehmer.

Zuvor wollen die Protestanten allerdings weltweit eine große Feier abhalten - nicht nur einen Tag, sondern gleich ein ganzes Jahr lang.

Hunderte Veranstaltungen sollen an Luther erinnern

Die offiziellen Feierlichkeiten zum Jahrestag der Reformation beginnen an diesem Montag, 31. Oktober, im Zeichen der Ökumene: mit einem gemeinsamen Gottesdienst von Protestanten und Katholiken in der Berlin. Ein Zeichen der Annäherung zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche in der Marienkirche am Alexanderplatz.

Bei einem anschließenden Festakt im Berliner Konzerthaus wird Bundespräsident Joachim Gauck die Festrede halten. Der Gottesdienst wird von der ARD (15 Uhr) live übertragen, das ZDF sendet live (17.10 Uhr) aus dem Konzerthaus.

Die Ökumene in Berlin ist allerdings nur der Startschuss für eine Palette an Terminen: Hunderte Veranstaltungen sollen deutschlandweit in den kommenden zwölf Monaten an den Reformator Martin Luther erinnern. Bis zum eigentlichen 500. Jahrestag des Thesenanschlags am 31. Oktober 2017 stehen hunderte Vorträge, Theateraufführungen und Ausstellungen auf dem Programm.

Erstmals bundesweiter Feiertag

Bisher ist der Reformationstag allerdings nur in wenigen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Bislang war das nur in den neuen Bundesländern, also in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, der Fall. Das wird sich im Jubiläumsjahr 2017 allerdings ändern.

"Wir wollen mit dem einmaligen Feiertag zum 500. Reformationsjubiläum an die große Bedeutung der Reformation sowohl für das Christentum weltweit als auch besonders für Bayern erinnern", betonte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Andere Bundesländer verfahren 2017 genauso.

Somit ist der letzte Tag im Oktober 2017 erstmals ein bundesweiter Feiertag – zur Freude von Millionen Arbeitnehmern, ob gläubig oder nicht. Denn der 31. Oktober 2017 fällt auf einen Dienstag.

So kommt ihr auf neun Tage Urlaub - dank Reformationsjahr

Wer also seinen Urlaub richtig legt, kann vom 28. Oktober bis 5. November mit neun freien Tagen rechnen. Und so geht's:

Bürger der neuen Bundesländer müssen vier Urlaubstage (Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag) opfern. In den Ländern, in denen der 1. November (Allerheiligen) ebenfalls ein Feiertag ist, müssen die Arbeitnehmer sogar nur drei Urlaubstage (Montag, Donnerstag, Freitag) anfordern, um auf neun freie Tage zu kommen.

Nicht ganz so glücklich über den zusätzlichen freien Tag sind die Vertreter aus der Wirtschaft. "Deutschland hat ohnehin viele Feiertage", argumentiert der Arbeitgeberverband BDA verärgert. Der zusätzliche Feiertag 2017 könnte demnach Auswirkungen auf das deutsche Wirtschaftswachstum haben.

Nicht ganz so eng sieht es die evangelische Kirche. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Heinrich Bedford-Strohm schlug sogar vor, dass der Reformationstag und der Buß- und Bettag (16. November) bundesweit gesetzliche Feiertage werden sollten. Ein Vorschlag, der besonders bei den Arbeitnehmern sicherlich äußerst positiv aufgenommen wird.

(mit dpa-Material)

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(ck)