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Sie ließ ihr Baby mit einem Pitbull allein - dann schrieb sie diesen eindringlichen Appell

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Wenn es um "Pitbulls" geht, denken die meisten Menschen automatisch an blutrünstige, zähnefletschende Kampfhunde. Hunde, die niemand unter Kontrolle hat. Die jederzeit Menschen oder andere Tiere angreifen könnten.

Wie falsch sie mit dieser Annahme liegen, zeigt eine frischgebackene Mutter. Sie tat, was für viele unvorstellbar ist: Sie überließ ihr Neugeborenes einem Pitbull. Und richtet einen Appell an alle, die sich von Vorurteilen beherrschen lassen:

"Das ist ein zweijähriger American Pit Bull Terrier. Ihr Name ist Akamara.


Das ist ein menschliches Baby. Sein Name ist Siegmund.

baby siegmund

Siegmund wurde am 26. November 2014 geboren. Er traf Akamara am 27. November 2014 zum ersten Mal. Wir lassen Siegmund NIE mit Akamara allein - schließlich ist sie einfach zu gefährlich für ihn. Sie könnte ihn tatsächlich zu Tode kuscheln. Das geschah wirklich:




Akamara kann gar nicht anders als mit dem Baby zu kuscheln. Es ist ihr Instinkt! Die wenigsten Menschen wissen es, aber Pitbulls sind die geborenen Familienhunde. Sie haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, besonders gegenüber Kindern.

Der United Kennel Club, der American Pit Bull Terrier als Rasse klassifiziert und anerkennt, schreibt: "American Pit Bull Terrier sind exzellente Familien-Begleiter und sind immer schon durch ihre Liebe zu Kindern aufgefallen."

Nebenbei bemerkt sind sich auch sehr schlechte Wachhunde. Sie sind einfach zu freundlich. Freundlicher als ihr es euch vorstellen könnt. Die American Temperament Test Society stuft sie sogar höher ein als typische Familien-Rassen wie Golden Retriever!


Hundekämpfe gibt es wahrscheinlich schon seit es Menschen gibt und im letzten Jahrhundert hat es sich zu einem Untergrund-Sport entwickelt. Und gerade Pitbulls stehen sinnbildlich für diese Art von Kampfhunden. Das liegt daran, dass sie sehr fest zubeißen.

Doch man kann jede Art von Hund - jede Rasse - zu einem Kämpfer erziehen. Die Menschen entscheiden sich für eine Rasse. Es sind die Züchter und die Hundehalter, die sie zu Kämpfern machen - nicht die Rasse an sich. Menschen, die ihre Hunde kämpfen lassen, würden auch Chihuahuas als Kampfhunde abrichten.

Doch Akamara ist ein Bespiel dafür, wie Hunde sich ändern können, wenn sie zu einem erfahrenen und gut vorbereiteten Besitzer kommen.

Als sie zu mir kam, war ihr Körper voller Wunden und ihr Immunsystem war sehr schwach.Außerdem hatte sie in ihrem ganzen, jungen Leben dauerhaft unter schmerzhaften Ohrentzündungen gelitten. Sie wurde gerettet, doch sie ist ein Opfer der vernachlässigung. Als sie mit sechs Monaten zu mir kam, brauchte sie sehr viel Aufmerksamkeit.

Denkt einfach daran: Ein Pitbull ist nicht automatisch ein Kampfhund."

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(glm)