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Nach Putschversuch: Türkei entlässt weitere 10.000 Beamte

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ERDOGAN
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat noch im Oktober den Ausnahmezustand in der Türkei verlängert. | ASSOCIATED PRESS
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  • Die türkische Regierung soll mehr als 10.000 weitere Staatsbedienstete entlassen haben
  • Außerdem soll die Schließung von 15 vor allem pro-kurdischen Medien angeordnet worden sein
  • Noch im Oktober verlängerte die türkische Regierung den Ausnahmezustand um weitere drei Monate

In der Türkei sollen mit zwei neuen Notstandsdekreten mehr als 10.000 weitere Staatsbedienstete entlassen worden sein. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am späten Samstagabend.

Zudem gehen die Behörden weiter gegen kritische Veröffentlichungen vor. Nach der Verlängerung des Ausnahmezustands ordnete die Regierung die Schließung von 15 vor allem pro-kurdischen Medien an.

Demnach wurden unter anderem die kurdische Nachrichtenagentur DIHA, aber auch mehrere Regionalzeitungen in der Südosttürkei geschlossen. Ihnen werde Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeworfen.

Notstandsdeskret: Bereits zahlreiche Medien geschlossen

Unter den entlassenen Staatsbediensteten seien über 100 Angehörige der Streitkräfte, mehr als 2500 Mitarbeiter der Justiz- und mehr als 2000 Mitarbeiter der Bildungsverwaltung, meldete Anadolu weiter.

Per Notstandsdekret waren schon zuvor zahlreiche Medien geschlossen worden. Die erste Welle richtete sich vor allem gegen Sender und Zeitungen, die dem in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen nahestehen.

Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich. Später dann gingen die Behörden dann auch gegen pro-kurdische Medien vor.

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(lk)