Huffpost Germany

Starkes Erdbeben löst in Mittelitalien Panik aus - Schwere Schäden

Veröffentlicht: Aktualisiert:
ITALIEN ERDBEBEN
In Mittelitalien kam es erneut zu einem schweren Beben. (Symbolbild) | dpa
Drucken
  • Ein weiteres schweres Erdbeben hat am Sonntagmorgen Mittelitalien erschüttert
  • Das Zentrum soll südöstlich von Perugia gelegen haben
  • Bereits am Mittwoch gab es in der Region zwei schwere Beben
Italien kommt nicht zur Ruhe: Nachdem bereits am Mittwochabend zwei schwere Erdstöße das Zentrum des Landes erschütterten, gab es nun am Sonntagmorgen ein noch schwereres Beben in der gleichen Region.

Das neue Beben hat in Mittelitalien Panik ausgelöst. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, liefen in der Region Marken Menschen erschrocken auf die Straße. Das Beben soll auch deutlich und lange in der Provinz Umbrien und in Städten wie Florenz, Ancona und Rom zu spüren gewesen sein.

Das Helmholtz-Zentrum in Potsdam gab die Stärke am Sonntagmorgen mit 6,5 an. Das Zentrum lag demnach südöstlich von Perugia.

Das Seismologische Zentrum Europa-Mittelmeer sprach sogar von einer Stärke von 6,6.

Nach ersten Informationen des Zivilschutzes sind einige Dutzend Menschen verletzt worden. Unter ihnen sei auch ein Mensch mit schwereren Verletzungen, sagte Zivilschutz-Chef Fabrizio Curcio laut Nachrichtenagentur Ansa am Sonntagvormittag in einer ersten Bilanz. Die Verletzten würden mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht.

Dem italienischen Zivilschutz wurden bereits schwere Schäden gemeldet. "Es war ein sehr starker Erdstoß", sagte der Cesare Spuri vom Zivilschutz in den Marken.

"Uns wurden Einstürze in Muccia, Tolentino (...) gemeldet, wir versuchen herauszufinden, ob es Menschen unter den Trümmern gibt."

Auch in dem im August von einem Erdbeben schwer betroffenen Ort Amatrice hat der Erdstoß Schäden angerichtet. Der Kirchturm des Ortes, der damals die Stöße noch weitgehend überstanden hatte, sei nun eingestürzt, berichteten der Sender RaiNews24 und die Nachrichtenangentur Ansa.

Laut Ansa stürzte auch der Stadtturm ein. Der stellvertretende Bürgermeister Gianluca Carloni sprach von einigen Menschen mit leichten Verletzungen in seinem Ort.

"Ich sehe eine Rauchsäule, es ist ein Desaster, ein Desaster!"

Der Bürgermeister der kleinen Gemeinde Ussita, Marco Rinaldi, sagte der Nachrichtenagentur Ansa: "Es ist alles eingestürzt."

In dem Ort hatten bereits die Beben von vergangenem Mittwoch starke Schäden angerichtet. "Ich sehe eine Rauchsäule, es ist ein Desaster, ein Desaster! Ich habe im Auto geschlafen und die Hölle gesehen."

Das Beben ereignete sich gegen 7.40 Uhr, laut den Experten in etwa 10 Kilometern Tiefe.

In Norcia sind zwei alte Kirchen eingestürzt. Nur Teile der Basilika San Benedetto aus dem 14. Jahrhundert sowie der Kathedrale Santa Maria Argentea seien stehengeblieben, meldete die Nachrichtenagentur Ansa.

Norcia ist eine bekannte mittelalterliche Stadt in Umbrien. In ihrer Nähe soll das Zentrum des Bebens mit einer Stärke um die 6,5 gelegen haben.

Am Mittwochabend hatte es bereits zwei starke Erdstöße gegeben

Erst am Mittwochabend hatten zwei starke Erdschöße die Region erschüttert, die bereits vor zwei Monaten von einem verheerenden Beben heimgesucht worden war. ein Mann starb, allerdings an den Folgen eines Herzinfarktes.

Es gab mehrere Verletzte, Tausende sind obdachlos. Seither hatte es immer wieder leichte und schwere Nachbeben gegeben.

Bei dem schweren Erdbeben Ende August kamen nach offiziellen Angaben 298 Menschen ums Leben, die meisten in dem Ort Amatrice.

Die italienische Regierung schätzte die Erdbebenschäden zuletzt auf rund vier Milliarden Euro. Das Land wird häufig von Erdstößen heimgesucht, die immer wieder verheerende Folgen haben.

Partner-Aktion

Europa-Flat, Daten-Flat: Einer der günstigsten Handy-Tarife auf dem Markt

Mit der Spar-Aktion der Huffington Post in Zusammenarbeit mit Chip und Tarifhaus bucht ihr einen Smartphone-Tarif , der preislich kaum zu schlagen ist und eine Vielzahl an Vorteilen bietet.
Mehr Infos findet ihr hier.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

(lk)