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Deutsche Autohersteller sind entsetzt über chinesische Elektroquote

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BMW X5 HYBRID
A BMW AG X5 xDrive40e plug-in hybrid vehicle stands on display at the 16th Shanghai International Automobile Industry Exhibition (Auto Shanghai 2015) in Shanghai, China, on Tuesday, April 21, 2015. The Auto Shanghai 2015 will be held through April 29. Photographer: Tomohiro Ohsumi/Bloomberg via Getty Images | Bloomberg via Getty Images
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  • Die deutsche Automobilbranche ist beunruhigt: China will zeitnah eine Elektroquote für Fahrzeuge einführen
  • Die Fahrzeughersteller hierzulande hinken derzeit der neuen Technologie noch hinterher

China will eine Elektroquote für Autos einführen. Laut einem Medienbericht soll die Rate bereits 2018 für alle im Land verkauften Autos gelten. Deutsche Hersteller sind deshalb offenbar sehr beunruhigt, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Denn für sie hätte eine solche Quote wohl spürbare Konsequenzen.

Ab 2018 würden dann auf dem größten Automarkt der Welt massive Einschränkungen gelten. Ein bestimmter Anteil der verkauften Autos eines Herstellers im Reich der Mitte müssten dann Elektro-Autos sein.

Einem Experten zufolge müsste Volkswagen (VW) nach der Einführung des geplanten Systems - dessen detaillierte Ausgestaltung offenbar noch offen ist - eine fünfstellige Zahl an E-Fahrzeugen jährlich produzieren, um keine Nachteile zu erleiden. Cui Dongshu, Generalsekretär der China Passenger Car Association, sagte der Zeitung jedenfalls: "Wenn zum Beispiel VW 2018 - so wie derzeit - etwa drei Millionen Autos in China verkauft, muss der Konzern 60 000 E-Autos herstellen."

Große Unruhe in der Branche

"Die Unruhe in der Branche ist gewaltig", sagte Jochen Siebert, Geschäftsführer der Beratungsfirma JSC Automotive in Shanghai dem Blatt.

Gelinge es in den kommenden Wochen nicht, "Pekings Vorstellungen entscheidend zu beeinflussen, werden die großen Hersteller die chinesische Industrie mit enormen Investitionen päppeln müssen", warnt Siebert.

Jahrelang ging es der Fahrzeugindustrie in China hervorragend. Mehr als 180 Millionen Autos fahren inzwischen in der Volksrepublik. Mehr als 20 Millionen Autos werden jedes Jahr verkauft.

Verbrennungsmotor top, E-Antrieb flop

Das Problem: Zwar sind die deutschen Autogiganten wie VW oder BMW mit Verbrennungsmotoren in ihrem Segment technologisch spitze, bei den Elektro-Autos hinken sie jedoch weit hinter den asiatischen und US-amerikanischen Herstellern hinterher.

Es stehen also tausende Jobs hierzulande auf dem Spiel. Zwar tüfteln die deutschen Fahrzeugbauer fleißig an neuen Elektro-Autos. Bis sie den Vorsprung der Konkurrenz aus Fern Ost und Übersee aufgeholt haben, wird es aber wohl noch viele Jahre dauern.

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(mf)