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EU-Studie: Zuwanderer der zweiten Generation sind erfolgreicher als Einheimische

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Zuwanderer der zweiten Generation sind erfolgreicher als Einheimische | killerbayer via Getty Images
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Es ist eine schallende Ohrfeige für Multi-Kulti-Gegner. Migranten der zweiten Generation haben in der EU häufiger einen Hochschulabschluss als Einheimische. Das geht aus einer neuen Erhebung des EU-Statistikamtes hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Demnach hatte im Jahre 2014 deutlich mehr als jeder dritte Mensch zwischen 25 und 54 Jahren, der eine Migrationsgeschichte hat, einen so genannten tertiären Abschluss. Zu diesen zählen Uni- und Fachhochschulabschlüsse.

37,5 Prozent der Zuwanderer der zweiten Generation zwischen 25 und 54 Jahren hatten so einen Hochschulabschluss.

Deutschland weicht vom EU-Durchschnitt ab

Bei Migranten mit einem Elternteil, das aus der EU stammt, lag die Quote gar bei 38,5 Prozent. Bei Migranten, deren Elternteile beide von außerhalb der EU stammen, lag diese immerhin bei 36,2 Prozent. Von den gleichaltrigen Menschen ohne Migrationsgeschichte waren dagegen nur 30,9 Prozent Akademiker.

Deutschland weicht jedoch vom EU-Durchschnitt ab. Hier hatten 2014 29,2 Prozent der Menschen ohne Migrationshintergrund einen tertiären Abschluss, Zuwanderer der zweiten Generation liegen mit 25,1 Prozent knapp dahinter.

Auch bei den Beschäftigungsquoten zeigte die Erhebung ein ähnliches Bild. Während von den Menschen ohne Migrationshintergrund 2014 im EU-Durchschnitt 78,6 Prozent arbeiteten, waren es bei den Zuwanderern der zweiten Generation 79 Prozent.

In Deutschland klappte das nicht ganz so gut: Zwar arbeiteten ganze 80,9 Prozent der Migranten zweiter Generation, dem gegenüber aber auch 86 Prozent der Deutschen ohne Zuwanderungsgeschichte.

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