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"Ich bin schuld, dass Sarah und Pietro sich getrennt haben": Mitbewohnerin bricht ihr Schweigen

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SARAH LOMBARDI
Tristar Media via Getty Images
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Die Fans, die Kollegen, die Katzenbergers, Jan Böhmermann, die Nachbarn, der Bruder, die Mutter, der Groß-Cousin, die Schwester der Tante des Groß-Onkels der Ex-Freundin des Freundes von der Oma der Ur-Oma, die gestorben ist.

Es gibt niemanden, der sich noch nicht zu der Trennung von Sarah und Pietro Lombardi geäußert hat.

Fast niemanden.

Denn eine ganz besondere Dame hat jeder vergessen.

"Niemand hat mich interviewt", faucht sie. "Die 'Freizeit-Woche' hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, sich ein Interview mit mir auszudenken! Oder mich wie sonst auch als 'Insiderin' oder zumindest als 'Freundin der Familie' zu anonymisieren. Nein, sie haben mich einfach vergessen."

Sie teilte sich das Bett mit Pietro

Dabei kennt sie Sarah und Pietro Lombardi so gut wie kaum jemand sonst. Seit Jahren lebt sie schon mit dem Pärchen zusammen. Aus der Öffentlichkeit aber hält sie sich weitestgehend zurück - so wissen viele nicht einmal, dass sie überhaupt existiert.

"Rote Teppiche sind einfach nicht mein Ding", sagt sie. "Klar finde ich dort mit etwas Glück ein, zwei süße Mäuse. Aber da sehe ich auf der Straße mehr."

Exklusiv für die Huffington Post bricht sie nun endlich ihr Schweigen: die Katze der Lombardis.

Wir führen das Interview über Skype. Sie will nicht, dass jemand weiß, wo sie sich gerade befindet. "Zu unsicher", erklärt sie.

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Während des Interviews ist ihr anzumerken: Sie fühlt sich nicht wohl in ihrem Fell. Ihre grünen Augen huschen misstrauisch hin und her. Zu viel Leid mussten sie in den letzten Wochen mit ansehen.

"Es war auch für mich nicht leicht", sagt sie mit zitternden Schnurrbart-Haaren. "Aber an mich denkt wieder keiner. Nur an den kleinen Alessio."

Ihre eigenartige Stimme klingt fast durchgehend wie ein Fauchen. Sie lässt erahnen, wie viel Kummer das Pärchen ihr bereitet hat.

Sie leckt sich die Pfote - eine offensichtliche Kunstpause, ehe sie das ausspricht, was alle denken, aber sich niemand zu sagen traut:

"Sarah und Pietro haben sich nie geliebt." Dieser Satz wiegt schwer. Die Katze muss sich hinlegen.

"Um es klar zu sagen: Die beiden mochten sich so sehr, wie ich die beiden mag: Also gar nicht. Ich hasse Menschen."

"Ich war es. Ich habe das alles gefaked"

Sie kneift konzentriert die Augen zusammen und beginnt zu erzählen. Ihre ganze Leidensgeschichte, die sie so lange für sich behalten musste. Sie erzählt, wie sie Sarah zu hassen begann, weil sie neben Pietro im Bett, sie selbst aber nur auf seinen Füßen schlafen durfte.

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Und dann bricht es aus ihr heraus: "Sarah hat Pietro gar nicht betrogen. Ich war es. Ich habe das alles gefaked."

Ihrer ernsten Miene ist anzusehen, dass sie nicht zu Scherzen aufgelegt ist. "Ich habe gemerkt, dass Sarah Pietro in Wirklichkeit überhaupt nicht geliebt hat. Ihre Beziehung ist nicht mit meiner Beziehung zu Pietro zu vergleichen.

Sie hat nie mit ihm gespielt, hat sich nie von ihm streicheln lassen. Es war traurig mit anzusehen."

"Pietro glaubt einem alles"

Also habe sie das einzig Richtige getan. Sie habe Fotos von Sarah und ihrem Ex-Freund so mit Photoshop bearbeitet, dass sie aktuell wirkten und sie dann über einen guten Bekannten an die Öffentlichkeit gebracht.

Es habe sie nur ein paar Anrufe bei ihren guten Journalisten-Freunden von "CatFlash" und "DER KATER" gekostet, um die Fotos in Windeseile zu verbreiten.

"Pietro glaubt einem alles. Sogar, dass er ein Superstar ist oder singen kann. Deshalb hat er auch bei den Fotos keinen Verdacht geschöpft und sich sofort von Sarah getrennt", berichtet die Katze.

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Nun fürchte sie sich vor den Konsequenzen. Sie habe Asyl in einem anderen Land beantragt, erklärt sie. Wo, das will sie nicht verraten.

"Vielleicht wird man mich demnächst auf YouTube sehen", sagt sie. "Ich habe dort ein Angebot als Darstellerin für Cat Content bekommen. In der Hinsicht bin ich wie Sarah: Ich profitiere von Pietros Fame."

Dass Sarah und Pietro sich nach ihrer Beichte wieder vertragen, hält sie für unwahrscheinlich. Ihren Betrug bereue sie nicht.

"Die beiden haben sich jetzt getrennt und das ist gut so", sagt sie. "Ich glaube nicht, dass mein Fake für die Katz war."

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(lk)