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Ein Mann bricht in einer Bank zusammen – doch die Kunden lassen ihn einfach sterben

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BANK ESSEN
Ein Mann bricht in einer Bank zusammen – doch die Kunden lassen sterben. | Polizei Essen
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Erfahrene Kriminaler schockiert normalerweise nichts mehr so schnell. Doch, wenn Ermittler, wie in diesem Fall Beamte der Polizeidienstelle Essen, bei Facebook von einer "erschütternden“ Tat sprechen, muss etwas besonders Schreckliches passiert sein.

Tatsächlich ermittelt die Polizei diesmal in einem besonders grausamen Fall. Ein 82-Jähriger ging Anfang Oktober in einen Schalterraum der Deutschen Bank im Essener Stadtteil Borbeck und gab dort an einem Automaten seine Überweisungen ein. Plötzlich brach der Rentner zusammen.

In den nächsten 20 Minuten betraten vier Kunden die Filiale. Doch statt dem hilflosen Menschen zu helfen oder zumindest einen Notarzt zu rufen, gingen sie achtlos vorüber. Das zeigen Aufnahmen der Überwachungskamera.

Wie die Polizei am Freitag weiter mitteilte, gingen mindestens vier Personen an dem Rentner vorbei oder stiegen über ihn, erledigten ihre Finanzgeschäfte am Bankautomaten und verließen die Filiale wieder – ohne sich um den Mann auf dem Boden zu kümmern.

Teilweise gingen sie nah an dem Sterbenden vorbei oder stiegen hinüber, um Geld abzuheben oder andere Finanzgeschäfte durchzuführen, teilte die Polizei mit. Anschließend hätten die Kunden den Vorraum wieder verlassen. 

Erst die fünfte Person, die nach dem Rentner die Bankfiliale betrat, rief den Notarzt. Bis dahin war wertvolle Zeit vergangen. "In einem internistischen Notfall zählt jede Minute“, erklärte ein Polizei-Sprecher. Als der Rettungsdienst eintraf, sei der Mann deshalb sofort in ein Krankenhaus gebracht worden. Er habe das Bewusstsein aber nicht mehr wieder erlangt und sei einige Tage später gestorben.

Nun ermittelt die Polizei. Schließlich ist unterlassende Hilfeleistung eine Straftat.

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(lp)