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Deutscher Schüler wollte Moschee nicht besuchen - jetzt droht eine Geldstrafe

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MOSCHEE
Besucher einer Moschee in Berlin (Symbolbild) | Fabrizio Bensch / Reuters
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Weil ihr Sohn sich weigerte, mit seiner Klasse eine Moschee zu besuchen, droht einem Elternpaar aus Rendsburg nun eine Geldstrafe.

Der Fall beschäftigt zurzeit die Staatsanwaltschaft Itzehoe. Der 13-Jährige war am 14. Juni dem Schulausflug seiner Erdkunde-Klasse aus weltanschaulichen Gründen fern geblieben. Die Klasse besuchte ein islamisches Gotteshaus, das sich neben dem Gymnasium Kronwerk befindet.

Eltern befürchteten "religiöse Indoktrination"

Seine Eltern sind nicht religiös - sie befürchteten eine "religiöse Indoktrination“ ihres Kindes, das ebenfalls keiner Konfession angehört. Niemand könne gegen seinen freien Willen zum Betreten eines Sakralbaus gezwungen werden, sagten sie gegenüber der "Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung".

Wegen des "Schulschwänzens" sollten seine Eltern Bußgelder von jeweils 150 Euro bezahlen. Weil sie dagegen Widerspruch einlegten, prüft jetzt die Staatsanwaltschaft die Angelegenheit.

Das bestätigte am Mittwoch der Itzehoer Staatsanwalt Peter Müller-Rakow. Dort werde entschieden, ob es zum Prozess vor dem Amtsgericht kommt. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Mit Material der dpa

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