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Warenhäuser stoppen Verkauf von Clowns-Masken

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CLOWNS
Karstadt stoppt Verkauf von Clowns-Masken | dpa
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Sie lauern im Dunkeln und erschrecken ahnungslose Passanten aus dem Hinterhalt: Bundesweit tauchen immer mehr sogenannte Horror-Clowns auf. Der Polizei sind schon mindestens 370 Vorfälle bekannt - ein Großteil davon in NRW.

Die Warenhauskette Karstadt reagiert jetzt auf den Trend und nimmt Clowns-Masken aus dem Sortiment. Das berichtet die "Rheinische Post" und beruft sich dabei auf ein Mitteilungsschreiben der Warenhauskette, das in den Kostümabteilungen der Häuser aushängen soll. Eine Anfrage der Huffington Post blieb bislang unbeantwortet.

Auch "Galeria-Kaufhof" reagiert

"Aufgrund von aktuellen Missbrauchssituationen haben wir uns entschlossen, keine Clownsmasken anzubieten", soll der Konzern in dem Schreiben verkünden.

Auch Konkurrent "Galeria-Kaufhof" reagierte: "Aufgrund der aktuellen Ereignisse haben wir die Horror-Clown-Maske seit Montag bundesweit aus dem Verkauf genommen", erklärte ein Sprecher gegenüber der Huffington Post. Die Drogeriekette "Müller" stoppte den Verkauf der Clownsmasken, wie man Huffington Post auf Nachfrage mitteilte.

Behörden haben vermehrt mit Falschmeldungen zu tun

Die Behörden hatten zuletzt vermehrt mit Falschmeldungen in sozialen Netzwerken und anderen Internet-Plattformen zu tun. Etwa in Bayern machen den Ermittlern diese Gerüchte und Falschmeldungen zu schaffen.

Strafrechtlich relevante Fälle gebe es den Behörden zufolge dort bislang aber kaum. Auch die Polizei in Thüringen weist auf Falschmeldungen im Internet hin. Aus Sachsen-Anhalt hieß es, viele der vermeintlichen Clown-Sichtungen hätten sich im Nachhinein als ausgedacht entpuppt.

"Die Folgen sind oftmals alles andere als spaßig"

Mehrere Landesinnenminister verurteilten das Verhalten der Maskierten und kündigten ein hartes Vorgehen gegen sie an. "Auch wenn man dem Einzelnen unterstellen mag, dass er es für einen Scherz hält, Leute zu erschrecken. Die Folgen für die Opfer sind oftmals alles andere als spaßig", sagte etwa der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD).

Er bezeichnete die Maskierten als "Spinner" und deren Verhalten als "abstoßendes Phänomen". Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) äußerte sich besorgt: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Aktionen zu einer Riesen-Katastrophe führen und Personen ernsthaft verletzt werden."

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