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"Island-Krimi" im Live-Stream: So seht ihr den Film mit Franka Potente - Video

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  • "Der Island-Krimi" hat zwei Teile - der erste läuft am Donnerstag
  • Franka Potente spielt eine Krimi-Autorin, die zu ermitteln beginnt
  • Im Video erklären wir euch, wie ihr das Erste im Live-Stream sehen könnt

"Der Island-Krimi" im Live-Stream: Ja, das Erste startet am Donnerstag noch eine Krimi-Reihe. Aber diese spielt nicht in Istanbul, Kroatien oder Athen, wie die anderen - sondern in Island. Daher auch der kreative Name "Der Island-Krimi".

Die erste Folge mit dem Titel "Der Tote im Westfjord" ist an diesem Donnerstag um 20.15 Uhr zu sehen, die zweite Folge ("Tod der Elfenfrau") eine Woche später, am 3. November.

Hauptfigur beider Filme ist Solveig Karlsdóttir (Franka Potente), eine erfolgreiche Krimi-Autorin in der isländischen Hauptstadt Reykjavik - was eher an ihrer blühenden Fantasie liegen mag als an der Realität. Denn auf Island gibt es lediglich zwei Morde pro Jahr. Als Solveig zu Besuch zu ihrer Mutter (Hildegard Schmahl) an die Westfjorde fährt, entdeckt sie nach einer Liebesnacht mit einem Studenten die Leiche eines Jugendfreundes im Hafenbecken des kleinen Fischerorts.

Polizeichef Villi (Helgi Björnsson) - der zwar verheiratet ist, aber Solveig zu gerne privat treffen würde - glaubt an einen tragischen Unfall. Doch die misstrauische Krimi-Autorin stellt alsbald eigene Nachforschungen an, bis eine weitere Leiche auftaucht und ihre Jugendliebe Binni (Felix Klare) unter Tatverdacht gerät.

Zwei Morde und eine Zwillingsschwester

Neben der Krimi-Handlung gibt es noch einen privaten Strang in den Filmen: Solveig sieht in ihrer Fantasie regelmäßig ihre Zwillingsschwester, die vor vielen Jahren ums Leben gekommen ist. Diese mystischen Szenen werden gut integriert, und die Musik der isländischen Independent-Musikerin Sóley passt dazu.

Kameramann Lars R. Liebold findet zudem düstere, traumhafte und atmosphärische Bilder - von Gletschern, Wasserfällen und vom Himmel. Zu sehen sind viele ruhige Momente. Da kann man dann auch getrost darüber hinwegsehen, dass eine Krimi-Autorin natürlich nicht einfach so ermitteln darf, noch nicht einmal im nahezu mordfreien Island.

"Der Island-Krimi" als Live-Stream - so seht ihr den Film online

"Der Island-Krimi" läuft im Ersten. Das bedeutet, ihr könnt am Donnerstag um 20.15 Uhr den Film auch kostenlos im Internet sehen. Den Live-Stream der ARD findet ihr auf der Sender-Homepage, aber auch bei den HuffPost-Kooperationspartnern Magine TV und TV Spielfilm live.

Nach der Ausstrahlung bietet das Erste seine Filme weiter als Video-on-Demand in seiner Mediathek an.

Franka Potente spielt Solveig

Franka Potente (42, "Lola rennt", "Der Krieger und die Kaiserin") spielt die Isländerin glaubhaft, mit einem feinen Gespür für Dinge, die einfach anders sind, als sie scheinen, und die von anderen womöglich gar nicht wahrgenommen werden. Ihr Ehemann Derek Richardson - mit ihm und ihren beiden kleinen Töchtern lebt sie in Los Angeles - spielt Solveigs Bruder Árni.

"Solveig hat keine Familie und keine Kinder. Sie doziert an der Uni und schreibt Kriminalromane. Sie ist jemand, der in seiner eigenen Welt lebt", sagte Potente vorab. "Die Morde, die geschehen, reißen sie aus dieser Welt heraus, und sie wird vollkommen unerwartet zu einer eher untypischen Ermittlerin."

Sie ist auch äußerlich unkonventionell mit ihrer bunten Kleidung und farbigen Strähnchen - kurzum: unperfekt, liebenswert, schnoddrig. Ihr natürliches Gesicht passt gut zur kargen Landschaft im Film.

Franka Potente antwortet auf die Frage, ob Solveig als eigenwillige, spröde aber auch mutige Frau rüberkommt oder ob das nur Fassade ist: "Ich glaube tatsächlich, dass das eher eine Fassade ist. Es gibt durchaus Momente, in denen sie einbricht, unsicher ist und noch offene Fragen hat. In solchen Momenten wirkt sie fast kindlich."

Regisseur Till Endemann hat gut recherchiert

Regisseur Till Endemann ("Das Programm") hat die beiden Krimis in einem Mix aus Deutsch, Englisch und Isländisch gedreht, und er hat wohl gut recherchiert: Zur Begrüßung sagt man stets "Hej", die Menschen duzen sich beim Vornamen, man kennt sich, gibt sich geradeheraus, aber wortkarg, furchtlos und vor allem dickköpfig.

Die Besetzung ist stimmig, vor allem Hildegard Schmahl liefert eine charismatische Glanzleistung ab. "Ich bin eine schreckliche Tochter, nicht?", fragt Solveig einmal ihre Mutter, doch die lächelt nur milde - im Grunde ist sie stolz auf sie.

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