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Was machen eigentlichen die Helden der New-Wave-Ära?

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Feierte in den 80er mit der Band Dead or Alive große Erfolge: Pete Burns

Am vergangenen Sonntag (23. Oktober) ist eine tragische Figur des 80ies-Pop unerwartet verstorben: Pete Burns, Sänger der New-Wave-Band Dead or Alive starb in London an einer Herzattacke. Einige seiner damaligen Weggefährten äußerten sich über den plötzlichen Tod schockiert und traurig.

Neben seiner musikalischen Karriere machte Burns in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen. Meist wegen einer seiner mehr als 300 Schönheits-OPs, aber auch aufgrund diverser Auftritte bei Reality-TV-Shows wie "Promi Big Brother". Außerdem hatte Burns im Jahr 2015 einem Bericht des "Mirror" zufolge Privat-Insolvenz angemeldet. Doch was machen eigentlich die anderen Helden der New-Wave-Bewegung?

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Boy George

Zu einem von Burns langjährigen Weggefährten gehörte unter anderem Boy George (55). Der exzentrische Sänger feierte in den 80er mit seiner Band Culture Club große Erfolge. Nach dem Ende der Gruppe startete er nicht nur eine Solo-Karriere, sondern betätigte sich in verschiedenen weiteren Projekten. So tritt er seit den 90ern weltweit als DJ auf, vertreibt seit 2004 sein eigenes Modellabel "B-Rude" oder ist seit 2016 Coach in der 5. Staffel der TV-Talent-Show "The Voice UK".

Marc Almond von Soft Cell

Marc Almond (60), Sänger des einst so erfolgreichen britischen Elektro-Duos Soft Cell, die mit "Tainted Love" Anfang der 80er einen Mega-Hit landeten, konzentriert sich dem Ende der Band 1984 vor allem seiner Solo-Karriere. Und das mit eher mäßigem Erfolg. Seinen größten Hit feierte der mittlerweile 60-Jährige mit "Something's Gotten Hold of My Heart", seiner Version eines Songs von Gene Pitney. Das aktuelle Album "The Velvet Trail" aus dem Jahr 2015 hielt sich nicht mal ein Woche in den britischen Top-100. Zwar rappelte sich das Duo Almond und Ball Ende der 90er-, Anfang der 00er-Jahre wieder als Soft Cell für ein paar Tourneen zusammen, doch seit 2004 scheint der Ofen endgültig aus.

Annie Lennox

Annie Lennox (61) eroberte gemeinsam mit Dave Stewart (64) in den Achtzigern als Eurythmics "Sweet Dreams (Are Made of This)" die internationalen Charts. Aber auch Solo kann Lennox auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Vier Grammys, ein Oscar, ein Golden Globe und acht Brit Awards sind dabei ein gute Indizien für ihre weiterhin anhaltende Popularität. Ihr letztes Album "Nostalgia" erschien 2014 und räumte im United Kingdom Gold ab. Darüber hinaus engagiert sich Lennox seit vielen Jahren in verschiedenen sozialen Projekten. 2010 wurde sie sogar von Queen Elisabeth II. für ihr Engagement im Kampf gegen Hunger und Aids in Afrika geehrt.

Jimmy Somerville

Der Schotte mit der Falsett-Stimme Jimmy Somerville (55) landete mit "Smalltown Boy" und seiner Band Bronski Beat 1984 seinen größten Erfolg. Zehn Wochen hielt sich der Song in den deutschen Charts. Und heute? Seit dem Split der Gruppe 1989 ist er als Solist unterwegs. Zuletzt veröffentlichte er 2014 neues Material in Form der Singles "Back to Me" und "Travesty". Das dazugehörige, stark vom Disco-Sound beeinflusste Album "Homage" erschien 2015.

Alphaville

Eine der erfolgreichsten deutschen New-Wave/ Synthie-Pop-Gruppen waren Mitte der 80er die Münsteraner Alphaville. Mit "Big in Japan" und "Forever Young" sorgten sie weltweit für Aufsehen. Auch danach blieben Sänger Marian Gold (62) und seine Mitstreiter weiter am Ball und veröffentlichten bis 1997 beständig Alben. Danach wurde es einige Jahre ruhig um Alphaville. Nach dem Ausstieg von Keyboarder und Gründungsmitglied Bernhard Lloyd (56) 2003 dauerte es einige Jahre bis schließlich 2010 das lang erwartete Comeback-Album "Catching Rays on Giant" erschien. Das Album schaffte es bis auf Platz Neun der deutschen Charts.