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Suge Knight klagt: Dr. Dre soll einen Killer engagiert haben

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Dr. Dre im Sommer 2015 bei der Premiere der Doku

Gewalt und Chaos regieren immer wieder mal in der US-Rapszene. Nun erreichen die juristischen Ausläufer der Fehden aber auf juristischem Wege einen Weltstar: Dr. Dre (51, "Bad Intentions"), unlängst vom "Forbes Magazine" mit 710 Millionen Dollar Jahresverdienst auf Platz zwei der Rangliste der Bestverdiener des Rap gehievt, wird beschuldigt, einen Auftragskiller angeheuert zu haben. Eine entsprechende Klage habe der selbst des Mordes verdächtigte Suge Knight (50) nun in L.A. eingereicht, berichtet die Webseite "TMZ.com".

Demnach wirft Knight Dr. Dre sogar vor, zweimal einen Auftragsmord an ihm in Planung gegeben zu haben: Einmal im Jahr 2014, als Knight nach einer Party von sechs Kugeln getroffen wurde. Zum zweiten Mal im Januar 2015. Damals überfuhr Knight mit seinem SUV zwei Männer und verletzte einen von ihnen dabei tödlich. Später gab er zu Protokoll, eines der beiden Opfer habe ihn mit einer Waffe bedroht. Auch dieser vermeintliche versuchte Anschlag auf ihn sei ein Werk Dres, behauptet der 50-Jährige - und fordert deshalb Schadenersatz.

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Streit über teuren Management-Deal?

Dr. Dre äußerte sich am Montag zunächst nicht zu den Vorwürfen. Knight lieferte in seiner Klage wiederum auch ein Motiv für die vermeintlichen Angriffe: Dre habe einen teuren Management-Deal mit ihm auf diesem eher unkonventionellen Wege beenden wollen, behauptet er. Der lebenslange Deal habe ihm 30 Prozent von Dr. Dres Einkünften zugesichert. Als der Star dank seiner Kopfhörer-Serie "beats by Dre" und einem Deal mit Apple eine Milliarden-Summe einnahm, sei es zum Bruch gekommen.

Knight hatte das renommierte Label Death Row Records 1991 zusammen mit Dr. Dre gegründet. Immer wieder war er wegen verschiedener Delikte im Gefängnis gelandet. Als Tupac Shakur 1996 in einem Auto erschossen wurde, saß er mit dem Rapper im Wagen. 1997 war Knight zu neun Jahren Haft verurteilt worden, weil er Bewährungsauflagen verletzt hatte, 2001 kam er frei, wurde zwei Jahre später aber erneut hinter Gittern gebracht, nachdem er einen Mann verprügelt hatte. 2006 meldete Knight Insolvenz an. Wegen des Vorfalls im Januar 2015 sitzt er derzeit im Gefängnis. Ein Richter hatte bis zum Prozess eine Kaution in Höhe von 25 Millionen Dollar verhängt, die der frühere Rap-Mogul nicht bezahlen konnte.