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20 Probleme, die nur Jurastudenten verstehen

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JURASTUDENTEN
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Viele Menschen fragen sich ja, wie man überhaupt so wahnsinnig sein kann, sich auf ein Jurastudium einzulassen. Aber für dich hat genau das insgeheim den Reiz ausgemacht.

Gut, dass deine Eltern für immer stolz sein würden, du ziemlich sicher ein gutes Gehalt beziehen und hohes Ansehen genießen würdest, hat die Entscheidung auch leichter gemacht.

Insgesamt warst du also ziemlich optimistisch, als deine Zusage für die Uni kam.

Doch dann zeigte die Realität ihr hässliches Gesicht. Hier sind 20 Probleme, die nur Jurastudenten wirklich verstehen.

1. Die erste Vorlesung hat eigentlich schon gereicht, um deine heile Welt aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Wie ist es möglich, dass man schon am Anfang des Semesters das Gefühl hat, hinterherzuhinken?

2. Doch zum Glück kommt schon bald der rettende Gedanke: Warum jetzt schon alles lernen, wenn du vor dem Staatsexamen eh noch einmal alles durchkauen musst?

Irgendwie scheint deine innere Stimme dich zu warnen, dass das ein RIESENGROSSER FEHLER sein könnte. Aber wer hört schon auf innere Stimmen? Du bist jetzt Jurastudent.

3. Und als solcher hast du eine unnatürliche Vorliebe für besondere Textmarkerfarben entwickelt.

Es hat genau ein Semester gedauert, bis dein Schreibtisch aussah wie ein Schreibwarenhandel.

Nach der Idee von der lieben @juristinvonmorgen und @jezabel_botanica zeig ich euch meine #Textmarkerliebe 😍 Guuuut die anderen Stabilos habens auch aufs Bild geschafft aber ich liebe einfach alle meine Farben 😂 💜💙💚💛❤️💖 Das Täschchen links ist mein Textmarker-Täschchen, unschwer an dem orangenen Fleck zu erkennen, der sich an der Seite breit gemacht hat 😆 Dabei fällt mir auf, dass ich meinen orangnen Textmarker vermisse ☹️ #RIP mein Lieber 💔 Ich hoffe du hast es schön im Land der verschwundenen Dinge. Würde mich freuen auch all eure #Textmarkerliebe zu sehen 😍 --- #lawisintheair#jura#studygram#studyinspo#studying#stabilo#stationary#colours#lawstudent#lawfam#lawyertobe#uni#uniaugsburg#colourgram#studyinglawmakingaresponsiblechoiceformyfuture

Ein von Lisa Langstrumpf (@sweetsathome) gepostetes Foto am


4. Du hast schnell herausgefunden, dass es mit Jura so ist wie damals in Mathe.

Auch im Matheunterricht hast du dich darüber geärgert, dass die Menge des Stoffs, den du lernen musst, in keinem Verhältnis zu dem Nutzen steht, den du eines Tages daraus ziehen wirst.

verhaeltnisse

5. Von dem Geld, das du inzwischen für Lehrbücher, Gesetzestexte und Arbeitsmaterialen ausgegeben hast, machen andere Menschen Urlaub.

Ungefähr zehn Wochen lang. In Luxushotels. Auf der ganzen Welt.

6. Während andere Studenten in den Semesterferien tatsächlich Urlaub machen, packst auch du einen Koffer.

Denn anders könntest du all deine Bücher einfach nicht in die Bibliothek schaffen.


7. Je näher das Examen rückt, desto mehr verabschiedest du dich von dem Gedanken an ein Sozialleben. Oder Schlaf.

Wenn genug Schlaf, gute Noten und ein Sozialleben zur Auswahl stehen, können normale Studenten immerhin zwei von drei wählen. Für Jurastudenten gilt: Wähle eins von dreien (außer Schlaf) und geh davon aus, dass du darin scheitern wirst.

schlaf sozialleben guten noten

8. Du liebst es, Gesetze auswendig zu lernen, die Ausnahmen zu diesen Gesetzen und die Ausnahmen von diesen Ausnahmen.

Höhö.

9. Dein Beziehungsstatus ist auch so eine Sache.

bezihungsstatus

10. Wenn du Freizeit hast, fragst du dich manchmal, ob du nicht in Wahrheit nur vergessen hast, ein paar 100 Seiten zu lesen.

11. Denn in Wahrheit gibt es keine Freizeit für Jurastudenten.

Wenn du sie dir doch nimmst, heißt das nur, dass du etwas anderes vernachlässigst. Schließlich könntest du ja noch den Stoff der letzten Vorlesung wiederholen, an einem Wochenendseminar teilnehmen, zusätzliche Praktika absolvieren, fachspezifische Zeitschriften lesen, oder die Ergänzungen zu deinen Gesetzen einsortieren.


12. Apropos: Die Ergänzungslieferungen wurden nur erfunden, um ausgebrannten Studenten den Todesstoß zu versetzen.

Die Seiten sind so dünn, dass sie regelmäßig durch die leiseste Berührung reißen. Um sie einsortieren zu können, dürfen deine Finger nicht zu glatt und nicht zu klebrig sein. Du willst gar nicht wissen, wie viele Stunden deiner Lebenszeit dich das gekostet hat. Jetzt hast du doch dran gedacht. Und bist traurig.

13. Niemand versteht, was du durchmachst.

Egal, wie viel du jammerst - es versteht einfach niemand, was du da durchmachst. Natürlich bekommst du mitleidige Blicke von deinen Freunden. Und auch deiner Nachbarin mag aufgefallen sein, dass du deinen Bad-Hair-Day seit drei Tagen mit einer Mütze kaschierst. Aber nur du kennst den grausamen Psychoterror deiner Gedanken.

Monday vibes. 📚😩😪🖕 #nope #bedtimeplease #lawschoolproblems #rebellawyer #exhaustionlevel100

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14. Manchmal stellst du niedergeschlagen fest: Es ist nicht der Erfolgshunger, der dich antreibt, sondern deine panische Angst vor dem Versagen.

15. Denn für Jurastudenten gelten einfach andere Regeln.

"Es werden niemals Testergebnisse sein, die dich als Mensch definieren. Außer du bist Jurastudent. Dann ist es ätzend, du zu sein. Sorry."

Double tap if you agree 😂

Ein von Becoming A Lawyer (@becoming.a.lawyer) gepostetes Foto am

16. In deinen dunkelsten Momenten denkst du an all die anderen Studenten, die ihre Zeit an der Uni genießen.

Wer auch immer das Gerücht verbreitet hat, dass man an der Uni die beste Zeit seines Lebens verbringt, war eindeutig kein Jurastudent.

17. Und immer dann, wenn du dich wieder hochgerappelt und total motiviert in der Bibliothek niedergelassen hast, bist du nur von 22-jährigen Überfliegern umgeben, die schon drei Semester weiter sind als du.

Bevor dir die Tränen kommen, solltest du allerdings in Erwägung ziehen, deine Karteikarten zu laminieren.

Tag a friend that needs this 😂

Ein von Becoming A Lawyer (@becoming.a.lawyer) gepostetes Foto am

18. Wenn du dann endlich vor dem Staatsexamen stehst, kommt die Angst.

Sie schleicht sich langsam und gemein von Hinten an.


19. Monatelang quält dich ein und derselbe Anblick: Dein Schreibtisch. Und wenn du Glück hast, ein Ausschnitt der Außenwelt, die durch dein Fenster beobachten kannst.


20. Aber wenn du es geschafft hast, ist es einfach nur großartig.

Diese letzte große Prüfung ist etwas ganz Besonderes. Deshalb kommen Familie und Freunde, um dich nach dem Staatsexamen standesgemäß in Empfang zu nehmen. Nach dem Lernmarathon folgt dann natürlich erst einmal eine fette Party-Reihe und am Ende weißt du: Das war es wert.