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Deshalb prüft Lidl die Übernahme von einzelnen Tengelmann-Märkten

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Lidl prüft die Übernahme von Tengelmann-Filialen | Philippe Wojazer / Reuters
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  • Lidl denkt über den Kauf einzelner Tengelmann-Filialen nach, wenn es zu einer Zerschlagung der Kette kommt
  • Der Discounter unterstreicht damit seine Strategie, in Konkurrenz zu Rewe und Edeka zu treten

Die Discounter-Kette Lidl will im Poker um Kaiser’s Tengelmann einsteigen. Aktuell werde die Übernahme einzelner Standorte geprüft, verkündete das Unternehmen. Am Kauf der gesamten Supermarktkette ist Lidl nicht interessiert.

"Wir haben uns Kaiser's Tengelmann zu einem früheren Zeitpunkt angesehen und damals für nicht relevant befunden", sagte ein Lidl-Sprecher der Tageszeitung "Heilbronner Stimme". "Aufgrund der geänderten Situation prüfen wir mögliche neue Optionen."

Mit der geänderten Situation bezieht sich das Neckarsulmer Unternehmen auf die Filial-Listen, die Tengelmann vergangene Woche veröffentlicht hatte. Diese Auflistung zeigt, welche Tengelmann-Filialen gemeinsam zum Verkauf stehen würden - wenn es zu einer Zerschlagung der Supermarkt-Kette kommen sollte.

Lidl setzt verstärkt auf City-Supermärkte

Zudem hat sich auch Lidls Strategie geändert. Statt wie früher "nur" Discounter zu sein, setzt das Unternehmen jetzt auch auf klassische Supermärkte in City-Lage. Und richtet seine Kampfansage damit nicht nur an Discount-Riesen Aldi, sondern auch an Marktführer Rewe und Edeka.

Mit dem Kaufinteresse von Tengelmann-Filialen unterstreicht Lidl das Bestreben, in den Wettbewerb mit den City-Supermärkten zu treten.

Am Montag wurde bekannt, dass Altkanzler Gerhard Schröder als Schlichter zwischen der Rewe-Kette und der Tengelmann-Leitung eingesetzt wurde. Rewe hatte Einspruch gegen die Ministererlaubnis von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel eingelegt. Diese hätte den Komplettverkauf an Rewes größten Konkurrenten Edeka trotz eines Verbots des Kartellamts erlaubt.

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(cho)