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"Nazi-Propaganda!": Junge Union wollte witzig sein - doch das ging nach hinten los

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Humor in der Politik ist ein zweischneidiges Schwert. In der richtigen Weise vermittelt, kann er eine wichtige politische Botschaft übermitteln. Ohne Niveau angewendet, kann er seinen Absender in ein schlechtes Licht rücken.

Das musste die Junge Union lernen. Viele Menschen haben Angst vor "Horror-Clowns", die Deutschland gerade heimsuchen. Das wollte der CDU-Verband für sich ausnutzen, um Stimmung gegen ein rot-rot-grünes Bündnis bei der Bundestagswahl 2017 zu machen.

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Auf ihrem Facebook-Konto zeigte die Junge Union Sahra Wagenknecht, Sigmar Gabriel und Anton Hofreiter mit roten und grünen Clownsnasen. Darüber die Überschrift "Wer stoppt endlich diese Horror-Clowns? "

Bei den Nutzern kam das aber nicht an. Schließlich bedrohen die echten Grusel-Clowns Menschen mit Baseballschlägern und Messern und haben einige bereits verletzt.

"Es gibt Themen, die sind leider ungeeignet, dass man Sie instrumentalisieren und damit noch mehr Aufmerksamkeit darauf lenken sollte", schreibt ein Nutzer in einem Kommentar.

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Auch ein Anhänger der Jungen Union ist entsetzt: "Ich überlege, was mich mehr schockiert: Dass irgendwelche ,'Clowns' maskiert Passanten auf offener Straße angreifen, den Tod von Menschen billigend in Kauf nehmen oder dass meine JU so ein Bild hier postet?"

Ein anderer fühlt sich an das Dritte Reich erinnert: "Politisch Andersdenkende als Horrorclowns zu bezeichnen ist das Niveau von Nazi-Propaganda!"

Kein Humor ist eben meist besser als schlechter Humor.

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