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Angela Merkel: Das ist der Grund, warum sie zur K-Frage schweigt

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MERKEL
Bundeskanzlerin Merkel schweigt beharrlich zu einer möglichen Kanzlerkandidatur | POOL New / Reuters
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  • Angela Merkel muss sich bald entscheiden, ob sie im nächsten Jahr erneut als Kanzlerkandidation antreten wird
  • Bislang schweigt sie - doch dahinter steckt Kalkül

Langsam drängt die Zeit. Es sind nur noch fünf Wochen bis zum Bundesparteitag der CDU in Kassel am 4. und 5. Dezember. Spätestens zu diesem Termin muss Bundeskanzlerin Angela Merkel ihrer Partei mitteilen, ob sie wieder als Kanzlerkandidatin antreten wird.

Doch Merkel schweigt.

Nicht nur die K-Frage treibt die CDU um. Alles scheint im nächsten Jahr möglich zu sein. Wer wird für die CDU zur Wahl des Bundespräsidenten antreten? Mit welcher angepeilten Koalition will man in den Wahlkampf 2017 ziehen? Schwarz-Grün-Gelb? Oder doch wieder eine Groko?

"Wenn der Hut im Ring liegt, beginnt automatisch der Wahlkampf"

Hinter Merkels Schweigen steckt Kalkül. Der Meinungsforscher Matthias Jung von der Forschungsgruppe Wahlen erwartet, dass Merkel ihre Partei noch vor dem Bundesparteitag in Kassel darüber informieren wird, dass sie bei der Bundestagswahl 2017 noch einmal antritt.

Mehr zum Thema: "Unsere Kandidatin": Merkel bekommt Rückhalt aus der CSU

Nach Ansicht von Jung will Merkel so vermeiden, dass sich frühzeitig Widerstand gegen ihre Kandidatur formt. "Eine Partei braucht eine gewisse Zeit, um sich mental auf so ein Ereignis einzustellen", sagte Jung gegenüber der "Bild"-Zeitung.

"Wenn der Hut im Ring liegt, beginnt automatisch die frühe Phase des Wahlkampfs."

Viel spricht dafür, dass sie wieder antreten wird

Wie die Zeitung berichtet, wird Merkel nach der CDU-Bundesvorstandsklausur am 21. November und den sich daran anschließenden vier Regionalkonferenzen am 1. Dezember zu einem digitalen Townhall Meeting laden, in dem die K-Frage eine Rolle spielen soll.

Viel spricht dafür, dass sie wieder antreten wird. Merkel wurde bereits vom Landesvorstand ihres CDU-Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern einstimmig für den erneuten CDU-Vorsitz nominiert - sie nahm selbst an der Sitzung teil.

Auf die Frage, ob das bedeute, dass Merkel erneut für den Bundesvorsitz kandidiere, sagte Landeschef Lorenz Caffier der Nachrichtenagentur dpa: "Sicher. Sonst hätte sie sich ja nicht nominieren lassen."

Auch das CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn ist nach eigenen Worten zuversichtlich, dass Angela Merkel 2017 erneut als Kanzlerkandidatin zur Verfügung stehen wird.

"Ich gehe fest davon aus, dass wir mit Angela Merkel in den nächsten Wahlkampf ziehen werden", sagte er den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" vom Dienstag.

Mit Material der dpa

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(mf)