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Horror-Clown greift 10-Jährigen in München mit einer Axt an

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HORROR CLOWN
Deutschlandweit häufen sich die Übergriffe der sogenannten Horror-Clowns. | Todd Keith via Getty Images
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  • Die Angriffe von Horror-Clowns in Deutschland gehen weiter
  • Der jüngste Fall passierte nun in München: Ein Maskierter griff einen 10-Jährigen mit einer Axt an

Die Übergriffe von Horror-Clowns auf unschuldige Passanten in Deutschland häufen sich. Allein am Wochenende verzeichnete die Polizei deutschlandweit sieben weitere Vorfälle. In München ist nun ein Zehnjähriger Opfer eines maskierten Täters geworden.

Der Überfall ereignete sich im Münchner Westpark. Der Zehnjährige befand sich mit seinem Fahrrad auf dem Nachhauseweg, als gegen 19 Uhr eine als Clown verkleidete Person aus dem Gebüsch sprang. Laut schreiend und mit einer Axt bewaffnet rannte der Horror-Clown auf den Zehnjährigen zu.

In Todesangst ergriff der kleine Junge sofort die Flucht. Zuhause angekommen, erzählte er unter Tränen seiner Mutter, was im Park passiert war. Die Frau verständigte sofort die Polizei. Nun laufen die Ermittlungen. Doch vom Täter fehlt jede Spur.

23 Clown-Angriffe binnen weniger Tage

Der Fall in München ist der insgesamt 23. gemeldete Übergriff von sogenannten Horror-Clowns in Deutschland binnen weniger Tage. Die ersten beiden Clown-Angriffe gab es am 15. Oktober - in Wesel sowie in Leipzig. Hinzu kommen unzählige Sichtungen von Passanten, die bewaffnete und maskierte Clowns gesehen haben wollen.

Die meisten Horror-Clown-Angriffe auf Passanten verzeichnet aktuell das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Hier haben die Maskierten bereits neun Mal zugeschlagen. Fünf Übergriffe meldet allein die Polizei in Rostock.

Weitere Horror-Clowns trieben in Sachsen (vier Angriffe), Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Berlin und dem Saarland (je ein Angriff) ihr Unwesen. Und nun auch in München.

Von Erschrecken bis Körperverletzung

Die maskierten Täter waren in allen Fällen als Clowns verkleidet und mit Baseballschlägern, Messern, Äxten oder sogar Kettensägen und Pistolen bewaffnet.

Dabei wollen einige Horror-Clowns den unschuldigen Passanten nicht nur eine Todesangst einjagen, sondern sie auch mit voller Absicht körperlich angreifen. Bisher zählt die Polizei deutschlandweit vier verletzte Personen nach Übergriffen von Horror-Clowns.

"Geistige Tiefflieger sind gefährlich"

"Wir halten diese geistigen Tiefflieger für sehr gefährlich“, sagte der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Baden-Württemberg, Rüdiger Seidenspinner. Die Polizei könne aber nicht überall sein. Daher hat der Polizeihauptkommissar dazu aufgerufen: "Wir müssen alle gegenseitig auf uns aufpassen.“

Inzwischen hat auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ein hartes Vorgehen gegen sogenannte Grusel-Clowns angekündigt. "Solche üblen Gags können schlimme Folgen haben", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". "Wir werden da deshalb auch nichts durchgehen lassen und jeden Fall konsequent verfolgen sowie entsprechend ahnden."

Ein derartiger Überfall ist keine Bagatelle, sondern eine schwere Straftat. Wer als Horror-Clown verkleidet einen Menschen mit einer Waffe attackiert, macht sich unter Umständen der Bedrohung, der Nötigung oder sogar der versuchten Körperverletzung schuldig. Das Strafgesetzbuch kennt für solche Fälle Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.

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(mf)