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"Bitterer Ernst": Horror-Clown-Attacken reißen nicht ab

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HORROR CLOWNS
Ein Mann mit einer Horror-Clown-Maske | HANNIBAL HANSCHKE / Reuters
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  • Die Attacken von Horror-Clowns reißen nicht ab
  • Zuletzt bedrohte ein Mann im Saarland Fahrgäste in einem Regionalzug
  • Inzwischen beschäftigt sich auch die Politik mit dem Phänomen

Die Attacken von Horror-Clowns nehmen kein Ende: Ein Mann mit Clowns-Maske hat im Saarland mehrere Zugreisende erschreckt und mit einem Messer bedroht.

Wie die Bundespolizei am Sonntag mitteilte, trieb der Mann mit einer Clown-Maske am Samstagabend in einer Regionalbahn von Saarbrücken nach St. Wendel sein Unwesen.

In Neunkirchen stieg der Mann aus und belästigte noch eine weitere Zugreisende mit Kind, indem er von außen an die Fensterscheibe klopfte. Zwei Stunden später erwischten die Ermittler den mutmaßlichen Täter - einen polizeibekannten, betrunkenen 26-Jährigen. Die Maske und das Messer wurden sichergestellt. Ein Strafverfahren wegen Nötigung wurde eingeleitet.

"Solche üblen Gags können schlimme Folgen haben"

Unterdessen sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) den Horror-Clowns den Kampf an.

"Solche üblen Gags können schlimme Folgen haben. Wir werden da deshalb auch nichts durchgehen lassen und jeden Fall konsequent verfolgen sowie entsprechend ahnden", sagte er der "Passauer Neuen Presse".

Mehr zum Thema: 7 Fakten über die Horror-Clowns

Seine klare Ansage: "Aus einem vermeintlichen Scherz wird dann für den Täter bitterer Ernst. Denn er darf mit der Polizei und dem Staatsanwalt rechnen. Hier hört der Spaß auf! Sollten solche Filmchen etwa in Facebook auftauchen, dann muss der Täter ebenfalls damit rechnen, dass bald die Polizei vor seiner Tür steht. Also Finger weg von solchen Spielchen, gerade auch rund um Halloween und in der dunklen Jahreszeit."

"Horror-Clown-Pranks" breiten sich auch in Bayern aus


Laut Herrmann scheine sich das aus den USA bekannte Phänomen "Horror-Clown-Pranks" auch in Bayern auszubreiten.

Am Freitag etwa sei ein zehnjähriger Junge in München mit seinem Fahrrad vom Fußball nach Hause gefahren. "Plötzlich stürzte eine Person mit Clownsmaske und mit schwingender Axt schreiend aus einem Gebüsch und lief auf den Jungen zu. Dabei filmte sich der Täter. Der Junge erschrak furchtbar und lief davon", berichtet Herrmann.

Freitag und Samstag seien zwei weitere Fälle verkleideter Clowns in München beobachtet worden.

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