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Flüchtlinge zünden Gebäude der EU-Asylbehörde auf Lesbos an

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FLCHTLINGE GRIECHENLAND
Symbolbild von Flüchtlingen in Griechenland. | sampics via Getty Images
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  • Rund 70 Flüchtlinge haben laut einem Medienbericht auf der griechischen Insel Lesbos mehrere Container der Asylbehörde EASO angezündet
  • Sie protestierten demnach gegen ihre Unterbringung im Lager Moria und den zögerlichen Verlauf ihrer Asylverfahren

Rund 70 Flüchtlinge haben auf der griechischen Insel Lesbos mehrere Container der Asylbehörde EASO angezündet. Das berichtet "Spiegel Online".

Sie protestierten dem Bericht zufolge gegen ihre Unterbringung im Lager Moria und den zögerlichen Verlauf ihrer Asylverfahren. Bilder zeigen die abgebrannten Container und dicke schwarze Rauchwolken über dem sogenannten Hotspot, dem Registrierzentrum für Flüchtlinge.

Die Beamten hätten demnach rechtzeitig aus den Gebäuden fliehen können, Verletzte habe es nicht gegeben. Die Feuerwehr bekam den Brand "Spiegel Online" zufolge schnell unter Kontrolle, mindestens vier Container wurden laut einem EASO-Sprecher allerdings vollständig zerstört.

Bei den Demonstranten habe es sich vor allem um Menschen aus Pakistan und Bangladesch gehandelt. Dutzende von ihnen sollen festgenommen worden sein. "Seit gestern hat hier eine Gruppe von Pakistanern demonstriert", sagte Mahmoud Madi, ein palästinensischer Flüchtling, der seit Monaten in Moria festsitzt, "Spiegel Online". "Heute haben sie die Gebäude der Asylbehörde angegriffen. Sie riefen 'Freiheit, Freiheit', warfen Steine und setzten die Gebäude in Brand."

In Griechenland kam es zuletzt immer wieder zu gewaltsamen Protesten. Derzeit sollen gut 65.900 Geflohene in Griechenland fest,sitzen mehr als 11.000 davon in Lagern auf den griechischen Inseln.

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