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"An das Kind, das meinen Bruder seltsam nannte": Der herzzereißende Brief einer 6-Jährigen

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BRIEF
"An das Kind, das meinen Bruder seltsam nannte": Der herzzereißende Brief einer 6-Jährigen | Gettystock/ Facebook
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Ein sechsjähriges Mädchen namens Lex hat einen herzerwärmenden Brief über ihren jüngeren Bruder geschrieben. Er leidet unter Autismus – und sie wollte seine Mitschüler daran erinnern, dass sie ihn deshalb nicht anders behandeln sollten.

Die junge Britin schrieb den Brief, nachdem ein Mädchen in der Schule zu ihr gesagt hatte: "Dein Bruder ist seltsam“.

Lex sagte der Schülerin, dass ihr Bruder an Autismus leide. Aber das Mädchen verstand nicht, was das war. Deshalb erklärte Lex in einem kurzen Brief allen Mitschülern, was es mit dieser Krankheit auf sich hat.

"Am Montag war ich sehr traurig, weil ein Mädchen in meiner Klasse gesagt hatte, dass mein Bruder seltsam sei“, schrieb die Sechsjährige.

"Mein Bruder ist nicht seltsam. Es wäre schön, wenn wir in der Schule über körperliche und geistige Behinderungen lernen würden, damit alle verstehen, dass manche Kinder zwar anders sind, aber deshalb trotzdem gleich behandelt werden sollten.“

Lex’ Mutter, Sophie Camilleri, teilte ein Foto des handgeschriebenen Briefes vor wenigen Wochen auf Facebook. Sie beschreibt in ihrem Post auch, warum Lex die Zeilen verfasste.

"Das Gespräch machte Lex wütend, aber es führte auch dazu, dass sie endlich aufschreien wollte", schreibt die Mutter.

"Sie wollte, dass man mehr über Behinderungen in der Schule spricht, also schrieb sie einen Brief".

Die Mutter ist wahnsinnig stolz auf ihre Tochter: "Sie ist erst sechs Jahre alt und gehört jetzt schon zu den Schulsprechern, um diese Veränderungen herbeizuführen".

Der Post wurde bereits mehr als 25.000 Mal auf Facebook geteilt. Viele User dankten Lex für ihr Engagement und "ihr großes Herz".

Die britische National Autistic Society hat den Brief ebenfalls auf Facebook geteilt.

"Wir denken, dass man in Schulen ein besseres Verständnis für Autismus braucht", steht in dem Post.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post UK und wurde von Valentina Resetarits aus dem Englischen übersetzt.

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(glm)