Huffpost Germany

Diese 7 Bilder zeigen den ganzen Schrecken des Kampfs um Mossul

Veröffentlicht: Aktualisiert:
A MAN RETURNS TO HIS VILLAGE
Ein Mann kämpft nach der Befreiung seines Dorfes wieder in seine Heimat zurück. | Alaa Al-Marjani / Reuters
Drucken
  • Irakische Truppen und kurdische Kämpfer rücken weiter auf Mossul vor
  • Tausende Menschen aus der Region fliehen vor den Kämpfen
  • Durch den Vormarsch der irakischen Truppen wurden schon einige Dörfer und Städte vom IS befreit
  • Diese Bilder fassen die bedeutende Offensive auf die Millionenstadt zusammen

Dorf um Dorf, Stadt um Stadt erkämpft sich die irakische Armee bei ihrer Offensive auf Mossul. Mehr als 25 000 irakische Soldaten nehmen am Boden an den Kämpfen teil, dabei werden Sie von der US-geführten Koalition aus der Luft unterstützt.

Die Stadt ist die letzte Bastion der Terrormiliz im Irak. Die Millionenstadt steht seit Juni 2014 unter der Kontrolle der Extremisten. Sollte die Stadt befreit werden, wäre der IS im Irak militärisch weitestgehend besiegt. Im Nachbarland Syrien beherrscht die sunnitische Terrormiliz allerdings noch immer große Gebiete.

Es wird erwartet, dass es Wochen, unter Umständen Monate dauern wird, bis der IS aus Mossul vertrieben ist. In der Stadt leben mehr als eine Million Zivilisten.

Die Huffington Post zeigt sieben ausgewählte Bilder, die den ganzen Schrecken des Kampfs um Mossul zeigen.

Das erste Bild zeigt Soldaten der irakischen Armee, die ihre Erfolge bei dem Vormarsch auf die IS-Hochburg feiern.

army iraq mosul

Auch kurdische Einheiten haben aktuell einen neuen Vorstoß auf Mossul gestartet. Am Sonntag haben sie ihre Offensive nordöstlich von Mussul nahe der Stadt Baschika an zwei Fronten begonnen, teilten Peschmerga-Kräfte mit.

Das nächste Foto zeigt, wie Peschmerga-Kämpfer eine Stellung des IS in Naweran bei Mossul beschießen.

mosul

Die Offensive auf Mossul sorgt auch für einen neuen immensen Flüchtlingsstrom aus den umkämpften Gebieten. "Es wird dramatisch" sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es sei mit bis zu einer Million Menschen zu rechnen, die aus Mossul fliehen könnten.

Dabei seien in dieser Region schon bis zu acht Millionen Menschen auf der Flucht.

Dieses Foto zeigt einen Soldaten, der versucht vertriebene Menschen südlich von Mossul zu beruhigen. Die Menschen beschweren sich über den Mangel an Nahrungsmitteln.

mosul

Viele Menschen sind bereits in die Region von Erbil geflohen, die im kurdischen Gebiet des Irak liegt. Hier sind zurzeit Tausende Flüchtlinge in Zeltlagern untergekommen.

Das Foto stammt aus einem solchen Flüchtlingscamp in der Nähe von Erbil. Wie Helfer aus dem Camp berichten, sind derzeit über 30.000 Menschen in dem Camp, die vor den aktuellen Kämpfen bei Mossul geflohen sind. Hier verteilt ein Freiwilliger Essen an die geflohenen Menschen.

helfer flüchtlingscamp mossul

Während Tausende Menschen vor den noch bevorstehenden Kämpfen fliehen, wurden einige Orte und Städte in der Nähe von Mossul bereits von der Terrormiliz befreit.

Zivilisten konnten deshalb an manchen Orten schon wieder in ihre Heimat zurückkehren. Tausende waren vor gut zwei Jahren geflohen, als die IS-Terrormiliz die Gegend eingenommen hatte.

a man returns

Im Hintergrund ist der Rauch von Ölquellen zu sehen, die der Islamische Staat in Brand setzte, bevor er sich aus den Gebieten zurückgezogen hat.

a man returns

Als Reaktion auf die Mossul-Offensive gingen die Extremisten andernorts zu Gegenangriffen über. Ein Militärsprecher berichtete am Sonntag beispielsweise von einem Angriff auf die Stadt Rutba, im Westen des Irak. Zwölf irakische Soldaten seien dabei getötet worden. Die Dschihadisten hätten versucht, Regierungsgebäude einzunehmen.

Zuvor war es in der nordirakischen Stadt Kirkuk zu einem Überraschungsangriff von Schläferzellen gekommen. Dieses Foto zeigt, Rauchschwaden in der Stadt Kirkuk nach einem Angriff der Terrormiliz:

kirkuk

Mindestens 47 irakische Soldaten und 39 Terroristen sollen bei den Angriffen in Kirkuk getötet worden sein. Mittlerweile soll die Lage in der Stadt aber wieder unter Kontrolle sein. Am Wochenende durchkämmten Sicherheitskräfte die Stadt auf der Suche nach weiteren Terroristen.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

In einem großangelegten Projekt hilft der Verein SyrienHilfe e.V. vor Ort Menschen in Not, die ihre Heimat nicht verlassen können oder wollen. Seit 2012 setzen sich Ärzte, Ingenieure, Archäologen, Lehrer und Künstler in dem Bürgerkriegsland dafür ein, dass die Bevölkerung in ihrem eigenen Land ein würdevolles Leben führen kann.

Der Verein betreut Waisenkinder, organisiert medizinische Versorgung für Behinderte und chronisch Kranke und finanziert Lebensmittel und Unterkünfte.

Unterstütze sie jetzt auf www.zusammen-für-flüchtlinge.de, der zentralen Plattform für Projekte in der Flüchtlingshilfe von betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(till)