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Frau will sich einen Nierenstein entfernen lassen - doch die Ärzte finden etwas ganz anderes

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Eine Frau in Georgia hat Bauchschmerzen und vermutet Nierensteine - doch die Ärzte finden etwas ganz anderes. | Screenshot
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Das ist wirklich der süßeste "Nierenstein", den wir je gesehen haben.

Als die US-Amerikanerin Stephanie Jaegers aus dem Bundesstaat Georgia starke Bauchschmerzen hatte, fuhrt sie sofort ins nächste Krankenhaus. Ihre Vermutung: Nierenstein.

Doch die Ärzte fanden bei der Untersuchung etwas ganz anderes heraus - Jaegers war nicht etwa erkrankt, sie war in der 38. Woche schwanger. Das berichtete Jaegers Ehemann hinterher dem US-Nachrichtensender "11 Alive".

Nach der Untersuchung ging dann alles ganz schnell, Jaegers konnte noch am selben Tag entbinden. "Es gibt keine Worte, diese Gefühle zu beschreiben, die man hat, wenn man erfährt, dass man bald ein Kind bekommt - innerhalb von 30 Minuten", zitiert der TV-Sender Jaegers Ehemann.

Nachdem ihr Sohn Shaun Jude zur Welt gekommen war, veröffentlichte der stolze Vater Fotos des neuen Familienmitglieds auf Facebook. Während Eltern üblicherweise 9 Monate Zeit haben, um sich auf ihren Nachwuchs vorzubereiten, lief es bei den Jaegers etwas anders ab. Man wolle alles dafür tun, das alles jetzt nachzuholen.


Es hagelt Kritik an der Geschichte

Die frischgebackenen Eltern mussten nach ihrem Facebook-Post jedoch auch einiges an Kritik einstecken. Nicht jeder glaubt ihnen, dass eine Schwangerschaft so lange unbemerkt bleiben kann. Michael Jaegers wehrt sich in einem weiteren Facebook-Post und macht klar, dass die Kombination aus mehreren Gesundheitsproblemen zu dem Nicht-Erkennen geführt habe:

"Bei Stephanie wurde schon vor einer Weile ein verfrühtes Eintreten der Wechseljahre diagnostiziert. Das rechtfertigt das Hormon-Ungleichgewicht, das auch hinter einer Schwangerschaft stecken kann. Shaun lag außerdem die gesamte Schwangerschaft in einer Becken-Endlage. So konnte er sich nicht bewegen und Steph auf sich aufmerksam machen.

Das Bizarrste ist aber, dass ihre Menstruation nicht ausblieb. Die Ärzte im Krankenhaus erklärten uns, dass das in seltenen Fällen durchaus vorkommen kann. Hinzu kommt, dass Steph sich vor ein paar Wochen den Knöchel gebrochen hat. So konnte sie lange Zeit nur liegen und sich kaum bewegen. Nimmt man all das zusammen, war auch nur die entfernteste Möglichkeit einer Schwangerschaft in unseren Köpfen ausgeschlossen."

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Bettina Pohl aus dem Englischen übersetzt.

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