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Berliner AfD-Politiker will öffentlich Burkas verbrennen

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BURKA
Eine Fau mit Vollverschleierung demonstriert im März 2015 während einer Pegida-Kundgebung in Dresden (Archivbild) | dpa
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  • Der Berliner AfD-Abgeordnete Andreas Wild will aus Protest Burkas öffentlich verbrennen
  • Der Berliner AfD-Chef Pazderski distanziert sich von Wilds Plänen
  • Erst kürzlich war in Brandenburg eine Debatte um ein mögliches Burka-Verbot entbrannt

Laut einem Medienbericht setzt sich der Berliner AfD-Abgeordnete Andreas Wild für öffentliche Verbrennungen von Burkas ein. Wild warb für eine solche Aktion kürzlich bei einer Veranstaltung des Bezirksverbands Steglitz-Zehlendorf vor rund 60 Teilnehmern, berichtet "Bild am Sonntag".

Er werden Burka-Verbrennungen als politische Maßnahme weiter "im Auge behalten", zitiert das Blatt den AfD-Politiker. Der Berliner AfD-Chef Georg Pazderski distanziert sich von Wilds Äußerungen. "Es gibt keine Unterstützung für Burka-Verbrennungen, das ist nicht die Linie der AfD."

Hitzige Debatte um Burka-Verbot in Brandenburg

Erst vor einigen Wochen hatte der Brandenburger Landtag einen Vorstoß der AfD für ein Verbot der Vollverschleierung muslimischer Frauen nach hitziger Debatte um Religionsfreiheit und Frauenrechte abgelehnt.

Der Gesetzentwurf sah vor, die Gesichtsverschleierung im öffentlichen Raum unter Androhung eines Bußgeldes von bis zu 5000 Euro zu verbieten. Die AfD hatte argumentiert, dass eine große Mehrheit der Deutschen laut Umfragen ein Verbot von Burka und Nikab befürworte.

AfD-Mann Wild hatte zuletzt im Mai für Schlagzeilen gesorgt, als er vorschlug, Flüchtlinge in primitiven Lagern in unbewohnten Gegenden unterzubringen. Um ein Flüchtlingslager zu errichten, reichten "ein paar Quadratkilometer Heide", sagte Wild auf einer Demonstration der Thüringer AfD in Erfurt. Dafür brauche es keine Milliardenbeträge, sondern nur "Bauholz, Hämmer, Sägen und Nägel".

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