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Trump und Clinton treffen sich bei Gala-Dinner - der Eklat folgt sofort

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TRUMP CLINTON
Die Präsidentschaftskandidaten Trump und Clinton trafen sich bei einem Gala-Dinner | Jonathan Ernst / Reuters
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  • Hillary Clinton und Donald Trump trafen sich bei einem Gala-Dinner einer Stiftung
  • Beide Kandidaten versuchten, mit Humor miteinander umzugehen
  • Doch das lief aus dem Ruder

Einen Tag nach ihrem letzten Fernsehduell sind die US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump in New York ein weiteres Mal aufeinandergetroffen.

Das Wohltätigkeits-Dinner der katholischen Alfred E. Smith Gedächtnisstiftung, bei dem Gäste 3000 US-Dollar für einen Platz bezahlen, hat seinen festen Platz im US-Wahlkampf. Da es immer im Ende Oktober stattfindet, während die Wahlen im November stattfinden, ist es auch eine Bühne für die Präsidentschaftskandidaten. I

In der Regel versuchen die Bewerber, mit Humor miteinander umzugehen. Doch das wollte diesmal nicht so recht klappen.

Trump und Clinton würdigen sich keines Blickes

Zu Beginn der Veranstaltung würdigten sich Clinton und Trump keines Blickes. Erzbischof Timothy Dolan saß zwischen den Rivalen, die sich tags zuvor noch mit persönlichen Angriffen beharkt hatten. Sein Stuhl sei der kälteste Platz auf Erden, scherzte der Kardinal später.

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Gastgeber Alfred E. Smith IV erinnerte Trump daran, dass dieser jetzt nicht einer Umkleidekabine für Männer sitze, sondern neben einem Kardinal. Trump quittierte die Anspielung auf ein Video mit seinen obszönen Prahlereien über Frauen mit einem Lachen.

Am Anfang konnte Trump noch Lacher erzielen. In seiner Ansprache lobte er die Reden von First Lady Michelle Obama. Die Frau des US-Präsidenten sei einfach großartig. "Meine Frau Melania hält genau die gleiche Rede und die Leute machen Stress", wunderte er sich in Anspielung auf Plagiatsvorwürfe um Melania Trumps Parteitagsrede im Sommer. Seine Frau saß neben ihm.

Für Trump gab es Buhrufe

"Ich war mir nicht sicher, ob Hillary kommen würde, da sie die Einladung nicht per E-Mail verschickt hatten", sagte er über Clinton. "Oder vielleicht haben sie genau das getan, und sie hat es über Wikileaks herausgefunden", sagte er. Dienstliche E-Mails von Clinton waren auf der Enthüllungsplattform veröffentlicht worden.

Einige Bemerkungen Trumps über Clinton kamen beim Publikum weniger gut an. Die Demokratin versuche, in der Öffentlichkeit einen anderen Eindruck zu wecken als im Privaten, sagte Trump und illustrierte das mit der Behauptung: "Heute Abend, in der Öffentlichkeit, gibt sie vor, Katholiken nicht zu hassen."

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So eine Bemerkung hat es auf einem Gala-Dinner einer katholischen Stiftung noch nicht gegeben. Dafür setzte es Buhrufe, was bei dem Dinner sonst nie vorkommt.

Wenigsten gaben sie sich die Hände

Clinton nahm sich selbst auf die Schippe. Sie stelle den gut betuchten Gästen heute keine Rechnung, sagte sie. Normalerweise verlange sie für Reden ein Honorar.

Über Trump sagte sie in Anspielung auf seine Bemerkungen über das Aussehen von Frauen: "Donald sieht die Freiheitsstatue und gibt ihr eine Vier - oder vielleicht eine Fünf, wenn sie die Fackel und die Tafel weglässt und ihrer Frisur ändert."

Anschließend spottete sie über Trumps Probleme mit Telepromptern. Es sei für Redner manchmal problematisch, den dort angezeigten Text lesen. "Ich bin sicher, dass es noch schwieriger wird, wenn Du aus dem russischen Original übersetzen musst." Damit spielte sie auf Trumps unterstellte Hörigkeit gegenüber Russland an.

Wenigstens gaben sich Trump und Clinton dann doch noch Hand - während einiger TV-Duelle hatten sie dies demonstrativ nicht getan.

Mit Material der AP

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