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Ein 44 Jahre altes Bild versetzt die Besitzer in Angst und Schrecken

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THE HANDS RESIST HIM
Das gruselige Gemälde | Twitter
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  • 1972 malte ein Künstler ein Gemälde - allein die Darstellung ist gruselig
  • Noch unheimlicher ist, was mit einigen Besitzern und vielen Betrachtern passierte

"Als wir das Gemälde erhielten, dachten wir, dass es wirklich gute Kunst ist." So beginnt die Beschreibung einer E-Bay-Auktion. Das Bild zeigt ein kleines Mädchen und einen etwas älteren Jungen. Sie stehen vor einer Glastür.

Aus dem Dunkeln versuchen Hände nach den beiden zu greifen, nur das Glas stoppt sie. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich das kleine Mädchen als Puppe.

Im Mai 2016 erschien ein Roman, der auf den paranormalen Ereignissen basiert, die das Gemälde auslösen soll. Denn nicht nur das das Bild ist gruselig. Noch gruseliger ist das, was Besitzern und Betrachtern des Bildes passiert sein soll.

Die Geschichte des Bildes beginnt vor 44 Jahren

Die reale Geschichte beginnt harmlos im Jahr 1972. Der kalifornische Künstler William Stoneham muss jeden Monat zwei Bilder an eine Galerie liefern. Die nächste Deadline ist nah. Stoneham lässt sich deshalb von einem Gedicht seiner damaligen Frau inspirieren. Es trägt den selben Titel wie das spätere Gemälde: "The Hands resist him" ("Die Hände widerstehen ihm").

Das Gedicht behandelt Stonehams eigene Kindheit, er wuchs als Adoptivkind auf. Das Gemälde selbst beruht auf einem alten Foto. Seine Adoptiveltern knipsten den damals 5-jährigen Stoneham und ein Mädchen aus der Nachbarschaft.

Jedoch verwandelte der Künstler diese Alltagsszene in eine Alptraumwelt. Diese düstere Atmosphäre bildet die Grundlage für all jene Überlieferungen, die mit dem Gemälde zusammen hängen sollen.

Nach und nach sterben Menschen, die das Bild gesehen haben

Auf einer Ausstellung im Jahr 1974 verkaufte Stoneham das Bild an den Schauspieler John Marley. Marley dürfte vor allem für seine Rolle als Jack Woltz in "Der Pate" bekannt sein. Sowohl der Galeriebesitzer, der "The Hands resist him" ausstellte, als auch ein Kritiker der "Los Angeles Times", der ebenfalls vor Ort war und das Bild in einem Artikel erwähnte, starben innerhalb weniger Jahre nach der Veröffentlichung. Als letzter verstarb Marley im Jahr 1984.

Zwar glaubt Stoneham an einen Zufall. „Aber manches, was ich zeichne, schwingt bei anderen mit, öffnet die innere Tür. Oder den Keller“, so der Künstler.

Nach dem Tod des Schauspielers verlor sich die Spur des gruseligen Bildes - ehe es in der Ebay-Auktion im Jahr 2000 wieder auftaucht. Erst diese Versteigerung lenkt eine breite Aufmerksamkeit auf das gruselige Vermächtnis des Gemäldes.

Eine Kamera fängt erstaunliches ein

In Großbuchstaben schrieben die Verkäufer in der Anzeige: "Eines morgens behauptete unsere viereinhalb Jahre alte Tochter, dass die Kinder auf dem Gemälde streiten und in der Nacht ins Zimmer kommen würden." Die damaligen Besitzer installierten daraufhin eine Kamera mit Bewegungsempfänger.

Und tatsächlich: Die Kamera löst aus. Die entstandenen Fotos sollen zeigen, wie der Junge aus dem Bild herauswandert. Genug für die Familie. Das Bild landete auf der Auktionsplattform - versehen mit einer eindrücklichen Warnung. Trotz oder gerade deshalb riefen über 30.000 Menschen die Auktion auf.

Mit der breiteren Bekanntheit des Gemäldes steigen auch die unheimlichen Reaktionen auf jene, die das Bild betrachteten. So beschreibt die BBC 2002, wie Menschen sehr krank oder ohnmächtig wurden, wie Kinder beim Anblick losschrieen.

Das Bild wechselt für 1025 US-Dollar den Besitzer

Letztendlich wird "The Hands resist him" für 1025 US-Dollar verkauft. Zwar erlebt der neue Besitzer, Galerist Kim Smith, nichts aussergewöhnliches. Doch ihn erreichen seitdem zahlreiche E-Mails von Menschen, die Smith von ihren Erlebnissen mit den gruseligen Bild berichteten.

In einem Interview schildert Käufer Smith, wie Menschen, die das Bild im Internet betrachteten, eine "exorzistische Stimme" gehört haben wollen, und "ihnen heiße Luft entgegen geblasen wurde". Auch soll ein Drucker "Seite auf Seite" verschandelt haben, nachdem ein anderer Betrachter das Bild herunterladen wollte.

In seiner Galerie wurde Smith nur ein paar Mal gefragt das echte Gemälde zu zeigen. Dennoch erinnert er sich an eine besondere Begegnung aus dem Jahr 2007: Etwa ein Dutzend Männer zwischen 14 und 60 seien in die Galerie gekommen, um "The Hands resist him" zu sehen.

Die Menschen fühlen sich zum "mystischen hingezogen"

"Es vergingen 20 Sekunden, nur Stille", erzählt Smith. "Dann sagte jemand: 'Das ist gruselig'." Zwar erhielt er mehrere Angebote im niedrigen sechsstelligen Dollarbereich, bisher lehnte der Endsechziger aber alle Angebote zum Kauf ab.

Auch der Maler des Bildes erhält immer noch wöchentlich Nachrichten von Menschen, die vom Gemälde in Schrecken versetzt werden. "Wir leben im Zeitalter von Wissenschaft und Enthüllungen, harten Fakten und Realitäten." Stoneham fügt hinzu: "Aber wir fühlen uns nach wie vor zum mystischen hingezogen."

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