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Diese Aussagen von Stuckrad-Barre bei "Lanz" sollten Hunderttausenden zu denken geben

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STUCKRADBARRE
ZDF
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Für viele Deutsche ist der Alkoholkonsum beinahe alltäglich. Ein, zwei Feierabendbierchen sind fast schon normal. Werden es täglich mehr, kann es nicht nur gesundheitliche Folgen haben. Das weiß auch Buchautor Benjamin von Stuckrad-Barre.

Seit zehn Jahren trinke er keinen Schluck mehr. "Aus Sicherheitsgründen“, wie er in der Talkrunde von Markus Lanz am Donnerstagabend selbst sagt. Jahrelang war der Buchautor alkohol- und drogenabhängig gewesen. Doch er schaffte den Absprung.

Seine Erfahrungen hat Stuckrad-Barre aufgeschrieben. Und landete mit seiner Autobiographie "Panikherz" einen Bestseller. Das war Anfang 2016.

Amüsantes über Raucher und Trinker

Nun hat der 41-jährige Autor ein weiteres Buch veröffentlicht: "Nüchtern am Weltrauchertag".

Sein frisch erschienenes Brevier besteht aus zwei Texten. Ein Abend als Nichttrinker und ein Tag als Raucher erzählen dem Leser einiges – vor allem Amüsantes – über das menschliche Rausch- und Rauchverhalten.

Bei Markus Lanz gibt Stuckrad-Barre einen Einblick, was er davon hält: "Wenn man ehrlich ist, besteht ein Gespräch zwischen Betrunkenen aus Wiederholungen und Kreisungen."

Bloß kein Moralapostel sein

Als Moralapostel will der Buchautor aber nicht auftreten. Er gönne den anderen ihren Rausch, nehme halt nur nicht mehr selbst daran teil. Er betrachte die Welt mittlerweile einfach lieber aus einer nüchternen Perspektive. Auch weil er wisse, wohin übermäßiger Alkoholkonsum führen könne.

"Es ist für mich bekömmlicher, das nicht zu machen", erklärt Stuckrad-Barre bei Markus Lanz seine Abstinenz. Und weiter: "Alkohol führt zu harten Drogen und dann wird es geografisch gesehen bei mir schon unübersichtlich." Eine Aussage, mit der er bei den Gästen der Talkshow für Lacher sorgt.

Ein Autor als Selbsthilfegruppe to go

Und Stuckrad-Barre legt in der Talkrunde bei Markus Lanz direkt nach, nimmt sich nun die Trinker selbst zur Brust: „Das Schlimmste sind dann die Leute, die einem komplett besoffen erzählen, wie toll sie das finden, dass du nüchtern bist“, sagt er. "Da kommst du dir vor wie die Selbsthilfegruppe to go."

Nicht ganz so schlimm wie das Gelalle der Besoffenen seien die Blicke der Kellner. Wer nüchtern bleibt, sei bei den Gastronomiemitarbeitern nicht gerne gesehen: "Die hassen einen, weil sie mit Alkohol den Umsatz machen", sagt Benjamin von Stuckrad-Barre, der weiß wovon er spricht. Hat der Schriftsteller doch beide Seiten erlebt – die des Trinkers und die des Abstinenzlers.

Benjamin von Stuckrad-Barre 60-seitiges Buch "Nüchtern am Weltrauchertag" ist am 13. Oktober im KiWi-Verlag erschienen und ist im Handel für acht Euro erhältlich.

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