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DpolG-Chef Wendt warnt vor Clown-Attacken zu Halloween: "Jemanden so zu erschrecken, ist Körperverletzung" (EXKLUSIV)

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RAINER WENDT
(GERMANY OUT) Rainer Wendt (Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft) in der ARD-Talkshow 'ANNE WILL' am 02.07.2014 in Berlin (Photo by Müller-Stauffenberg/ullstein bild via Getty Images) | ullstein bild via Getty Images
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Der Chef der deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt hat vor zunehmenden Übergriffen durch gewalttätige Clowns gewarnt. "Es ist zu befürchten, dass aus den Clown-Attacken ein ganz, ganz hässlicher Trend wird, der sich zu Halloween in Großstädten ausbreitet", sagte Wendt der Huffington Post.

Wendt riet Opfern, umgehend die Polizei zu rufen und jeden Fall zur Anzeige zu bringen. "Die Clowns sind nicht nur Idioten, sie sind Straftäter. Jemanden auf so widerliche Weise zu erschrecken ist Körperverletzung", sagte Wendt. "Dazu zählen Fälle, bei denen Opfern bewusst körperliches Unwohlsein zugeführt wird - und nichts anderes ist Todesangst."

"Richter sollten das höchste Strafmaß anlegen"

Von der Justiz verlangte er hartes Durchgreifen. "Richter sollten das höchste Strafmaß anlegen - und das kann bei einer Haftstrafe von mehreren Jahren liegen. Mit einer vernünftigen Verfolgung und harter Bestrafung kann dem Spuk ein Ende gesetzt werden", sagte Wendt.

Bei Clown-Attacken handele es sich um ein Phänomen, das aus den USA nach Deutschland gekommen sei. "Da sind erlebnishungrige Leute unterwegs, die sich einen Spaß daraus machen, anderen Menschen Todesangst einzujagen und ihre Tat später als Video in die sozialen Medien zu stellen", sagte Wendt.

Der SPD-Innenexperte Uli Grötsch rief die Polizei zum Handeln auf. „Ich finde diesen Trend aus den USA überhaupt nicht lustig, sondern sehr gefährlich! Die Polizeien der Länder sind gefordert diesen Spuk schnell und konsequent zu beenden", sagte er der Huffington Post.

Nach den beiden Clown-Angriffen am vergangenen Wochenende in Wesel und Gelsenkirchen ereigneten sich in der Nacht zum Donnerstag nun weitere Übergriffe. Anders als zuvor, griffen die als Clowns verkleideten Täter ihr Opfer diesmal auch körperlich an.

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