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Schwerte: Unternehmer baut Grenzzaun mit Stacheldraht gegen Flüchtlinge

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NATO WIRE
Schwerte: Unternehmer baut Grenzzaun gegen Flüchtlinge | unterirdisch via Getty Images
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Das Grundstück der Firma Hesse im nordrhein-westfälischen Schwerte sieht aus wie ein Kriegsgebiet.

Der Grund: Die Firma hat eine Grenzbarriere - mitsamt eisernen Panzersperren und Nato-Draht - errichtet. Offenbar um das Grundstück vor Flüchtlingen der benachbarten Asylunterkunft abzuriegeln. Das berichtet unter anderem das Online-Portal "Ruhr Nachrichten“.

Flüchtlinge hätten das Grundstück wiederholt betreten – für "besseren Handyempfang“, berichtet das Online-Portal. Etwa 25 Flüchtlinge sollen in der Unterkunft leben.

Stadt hat angeboten, selbst einen Zaun zu errichten

Die Stadtverwaltung in Schwerte ist aufgrund der umstrittenen Baumaßnahme alarmiert. Jutta Pentling, zuständig für das Beschwerdemanagement im Schwerter Rathaus, sagte den "Ruhr Nachrichten“: "So etwas ist uns in der Verwaltung bisher noch nicht begegnet. Wir prüfen, was wir tun dürfen und tun müssen“.

Unternehmer Rolf Siegel, der für die Errichtung des martialischen Zauns verantwortlich sein soll, habe Gespräche bisher aber abgeblockt. Dabei hatte die Stadt sogar erwogen, auf eigene Kosten einen Zaun zu errichten. Einen herkömmlichen Zaun - ohne Stacheldraht und Panzerblockade.

Die Bewohner des Asylbewerberheims kämen aus Syrien, dem Irak, Iran und Afghanistan. Die Asylbewerber seien Aufgrund der Maßnahme des Unternehmens fassungslos, heißt es aus Schwerte.

Der Unternehmer Rolf Siegen wollte sich bislang nicht zu den Vorwürfen äußern.

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(ben)