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"Reichsbürger" greifen in Sachsen-Anhalt Polizisten an

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POLIZEI DEUTSCHLAND
"Reichsbürger" greifen in Sachsen-Anhalt Polizisten an | Alexander Hassenstein via Getty Images
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  • In Salzwedel haben zwei "Reichsbürger" Polizisten attackiert
  • Ein Polizeibeamter und ein Angreifer mussten im Krankenhaus behandelt werden

In einem Bürger-Center in Salzwedel in Sachsen-Anhalt sollen zwei so genannte "Reichsbürger" auf Polizisten eingeschlagen haben. Bei den Tätern handele es sich um ein Paar, berichtet die "Bild".

Dieses habe es sich geweigert, das Behördengebäude zu verlassen. Daraufhin hätten die Beamten die Polizei gerufen.

Bei Eintreffen eskalierte die Situation. Der 43-jährige Täter schlug auf die Polizei ein, die sich zu Wehr setzte. Auch die 34-jährige Ehefrau des Angreifers wurde in der Folge handgreiflich.

Das Paar wurde schließlich zum Verlassen des Bürger-Centers gezwungen. Ein Polizeibeamter und der Angreifer kamen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Politiker fordern Handeln

In Georgensgmünd bei Nürnberg hatte am Mittwoch ein "Reichsbürger" bei einer Razzia auf Polizisten geschossen. Einer der Beamten erlag seinen Verletzungen.

Angesichts der Häufung der Straftaten durch die rechtsextreme Gruppierung sehen Politiker Handlungsbedarf. "Seit langem machen wir die Bundesregierung auf die Gefahren aufmerksam, die von rechtsextremen "Reichsbürgern" für unsere Demokratie ausgehen", sagte der Grünen-Innenexperte Konstantin von Notz der Huffington Post.

"Auch haben wir die Bundesregierung in diesem Kontext wiederholt auf den hohen Handlungsbedarf im Waffenrecht hingewiesen und mehrere Anträge im Deutschen Bundestag hierzu vorgelegt."

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(bp)