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Offensive auf Mossul rückt vor: Über 5000 Menschen auf der Flucht

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MOSUL
Offensive auf Mossul rückt vor: Schon 5600 Menschen vertrieben | Thaier Al-Sudani / Reuters
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Im Zuge der Offensive irakischer Sicherheitskräfte auf die IS-Hochburg Mossul im Norden des Landes sind nach UN-Angaben schon jetzt mehr als 5600 Menschen vertrieben worden. 3700 von ihnen hätten allein am Mittwoch die Flucht ergriffen, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moons Sprecher Stéphane Dujarric in New York am Donnerstag.

Die Betroffenen würden von Helfern unterstützt. Am vierten Tag der Offensive auf die Millionenmetropole hatten die Armee und kurdische Peschmerga-Kämpfer die Einnahme von mindestens 15 Orten im Umland der Stadt gemeldet.

Derweil berichten Reporter vor Ort, wie der IS gezielt gegen Menschen vorgeht, die versuchen aus Mossul zu fliehen.

Offensive rückt langsam vor

Eine von Angriffshubschraubern unterstützte irakische Spezialeinheit bahnte sich am Donnerstagmorgen ihren Weg in den Ort Bartella, der rund 15 Kilometer östlich von Mossul liegt.

IS-Kämpfer reagierten mit mindestens neun Selbstmordattentätern und in Lastwagen versteckten Sprengsätzen auf den Vormarsch. Die "Bild" berichtet gar von 37 Selbstmordattentaten. Der irakische General Talib Schaghati gab bekannt, dass Bartella eingenommen worden sei. Kurz bevor er das sagte, mussten sich die irakischen Kräfte allerdings gegen heftigen Widerstand innerhalb des Ortes wehren.

Die von den USA ausgebildeten Spezialkräfte sind die am besten geschulten Kämpfer des Irak. Sie sollen auch den Vormarsch ins Innere von Mossul anführen.

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Die kurdischen Peschmergakämpfer meldeten am Donnerstag eine "großangelegte Operation". Militäreinsätze waren offenbar auch in der Stadt Baschida im Nordosten von Mossul im Gange.

US-Soldat kommt ums Leben

Mittlerweile ist der erste US-Soldat bei einem Bombenanschlag getötet worden. Der Mann sei nördlich der Stadt unterwegs gewesen, als sein Auto bei einer Explosion am Straßenrand getroffen worden sei, hieß es am Donnerstag aus Kreisen des US-Verteidigungsministeriums. Er sei seinen Verletzungen erlegen. Der Soldat habe die kurdischen Peschmerga bei ihrem Vorrücken auf Mossul beraten.

Zuvor hatte das Pentagon bereits angekündigt, US-Einsatzkräfte seien bei der Offensive auf Mossul gefährdet und könnten verletzt oder getötet werden. Irakische Kräfte führen die Militärkampagne auf die letzte Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat im Irak an. Der lang erwartete Großeinsatz hatte am Montag begonnen.

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(bp)