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Im Kino: "Im Namen meiner Tochter - Der Fall Kalinka" erzählt eine wahre Geschichte

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KINO KALINKA FALL
"Im Namen meiner Tochter - Der Fall Kalinka" basiert auf einem wahren Kriminalfall | Koch Films
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Die 14-jährige Kalinka Bamberski (Emma Besson) stirbt am 10. Juli 1982 im Haus ihres Stiefvaters, des Arztes Dieter Krombach (Sebastian Koch), in Lindau am Bodensee. Für den leiblichen Vater André Bamberski (Daniel Auteuil) bricht damit die Welt zusammen. Weil die Begleitumstände des Todes, Krombachs Verhalten und der Autopsiebericht viele Fragen offen lassen, ist Bamberski von Krombachs Schuld als Mörder überzeugt.

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Fortan hat Bamberski nur noch ein Ziel: Krombach zu überführen und damit Gerechtigkeit für seine Tochter zu erlangen. Ein länderübergreifender Kampf gegen die Justiz beginnt, der 27 Jahre dauern soll und zur Obsession seines Lebens wird...

Eine komplizierte Geschichte

Ein komplizierter Fall. Und doch schaffen es die Macher des Filmdramas, das auf Bamberskis autobiografischem Roman basiert, Licht ins Dunkel zu bringen. Die Schuldfrage liegt auf der Hand und auch Schauspieler Sebastian Koch (54,"Das Leben der Anderen"), der im Film in die Rolle des dubiosen Arztes schlüpft, "glaubt nicht", dass noch etwas offen ist, wie er im Interview mit spot on news erklärt.

Was ihn persönlich an dem Film so fasziniert habe, sei "die Dimension dahinter, die an ein großes griechisches Drama" erinnere: "Die Suche nach Gerechtigkeit, ein Leben zu opfern für die Sache, an die man glaubt... - was man ja sehr gut nachvollziehen kann, bei einer so bösartigen Tat", so Koch weiter.

Lohnt sich der Kinobesuch?

Ja - für all jene, die tragische, berührende und wahre Geschichten im Kino mögen. Interessant dürfte der Film aber auch für diejenigen sein, die in den 1980er Jahren im süddeutschen Raum lebten und den echten und nach wie vor unfassbaren Kriminalfall in den Nachrichten mitverfolgten.